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Predigten zu Jakobus 2,5

"Höret, meine geliebten Brüder: Hat nicht Gott die weltlich Armen auserwählt, reich zu sein im Glauben, und zu Erben des Reiches, welches er denen verheißen hat, die ihn lieben?"

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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"Hört, meine geliebten Brüder: Hat nicht Gott die vor der Welt Armen auserwählt, reich im Glauben und Erben des Reiches [zu sein], das er denen verheißen hat, die ihn lieben? Ihr aber habt den Armen verachtet"

Den Reichen vorzuziehen, passt nicht zu Gottes Erwählung des Armen.

Reichtum und Armut sind nicht notwendigerweise geistliche Werte. Viele Reiche sind gottesfürchtige Christen und viele Arme sind Ungläubige. Aber im Allgemeinen hat Gott die Armen erwählt, um Sein Reich zu bevölkern. Der Herr Jesus sagt: "Schwer wird ein Reicher in das Reich der Himmel hineinkommen. Wiederum aber sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt" (Mt. 19,23-24). Das kommt daher, weil Reiche an diese Welt gebunden sind und ein falsches Sicherheitsgefühl haben. Viele von ihnen lehnen nicht nur Christus ab, sondern verfolgen auch die Gläubigen (siehe Jak. 2,6-7).

Jakobus sagt: "Der niedrige Bruder aber rühme sich seiner Hoheit, der reiche aber seiner Niedrigkeit; denn wie des Grases Blume wird er vergehen" (Jak. 1,9-10). Die meisten Reichen streben nach immer grösserem Reichtum und verpassen dadurch den wahren Reichtum des Reiches Gottes. Doch wie eine zarte Blume in der sengenden Sommersonne werden sie zugrunde gehen mitsamt ihrem unnützen Streben.

Wenn du Gott liebst, bist du - unabhängig von deinem Geldbeutel - reich im Glauben und ein Erbe des Reiches (Jak. 2,5). Das heißt: Du bist errettet und wirst die Fülle deiner Errettung und den Reichtum der göttlichen Segnungen ererben. Das ist eine staunenswerte Wahrheit!

Lass dir nie vom Reichtum dein gesundes Urteil verderben. Gott erwartet von den Christen, dass sie ihrer ärmeren Brüder und Schwestern in Christus gedenken. Das kannst du nicht, wenn du Parteilichkeit für die Reichen zeigst.


Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Hat nicht Gott erwählt die Armen auf dieser Welt?

Nichts fürchten die Menschen mehr als die Armut. Lieber brechen sie jedes der zehn Gebote, als dass sie arm würden. Gott aber, der nur einmal an unserem Menschenleben teilgenommen hat, – Er hat es erwählt, von einer Mutter geboren zu werden, die so arm war, dass sie bei seiner Darstellung im Tempel nur zwei Tauben opfern konnte. Sein ganzes Leben brachte Er unter den Armen zu. Seine erwählten Apostel und Freunde waren, mit wenigen Ausnahmen, alle arm. Er lebte von Almosen, ritt bei seinem Triumphzug auf einem geliehenen Eselsfüllen, hielt sein letztes Mahl in einem geliehenen Saal und lag in einem geliehenen Grabe. „Hat nicht Gott erwählt die Armen auf dieser Welt?“ – Warum liebt Gott die Armut so sehr?

1. Sie stimmt überein mit dem Geist des Evangeliums

Der Weltgeist brüstet sich mit dem Überfluss seiner Güter. Seine Kinder wetteifern mit dem Luxus, den sie zur Schau tragen. Der Geist Christi dagegen wählt die Verborgenheit, die Bescheidenheit und Demut; damit ist aber die Armut nahe verwandt.

2. Sie nötigt zur Abhängigkeit von Gott

Der Reiche k an n Gott auch vertrauen, der Arme muss es tun. Die wohlhabenden Klassen stehen in großer Versuchung, auf ihren Reichtum zu bauen, im Blick auf die täglichen Bedürfnisse; der arme Mann aber hat keine Burg, dahin er fliehen könnte, als die starken Arme Gottes. Von Ihm erwartet Er sein tägliches Brot, und sammelt das Manna, das ihm direkt vom Himmel zufällt.

3. Sie bietet Gelegenheit zum Dienst

Die Reichen werden bedient, und stellen Dienstboten an zur Pflege derer, die sie lieben. Die Armen dagegen sind darauf angewiesen, einander zu dienen, bei jeder Mahlzeit, in den täglichen Vorkommnissen des Lebens. Hierin werden sie Ihm ähnlich, der da kam, um zu dienen, der arm ward, damit wir durch seine Armut reich würden.