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Predigten zu Josua 14,13

"Und Josua segnete ihn und gab dem Kaleb, dem Sohne Jephunnes, Hebron zum Erbteil."

Autor: Alfred Christlieb (* 26.02.1866; † 21.01.1934) deutscher Theologe
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"Josua gab dem Kaleb Hebron zum Erbteil."

Die Eroberung Kanaans ist in der Hauptsache vollendet. Da tritt Kaleb, der Freund und Mitstreiter Josuas vor ihn hin und bittet, ihm das Erbteil zu geben, das Mose ihm fünfundvierzig Jahre zuvor verheißen hatte zum Lohn für seine Treue und den Glaubensmut, den er bei der Erkundung Kanaans bewiesen und allem Widerspruch der untreuen Kundschafter trotzend auch bewahrt hatte. Er spricht: "Siehe, ich bin heute fünfundachtzig Jahre alt und bin noch heutigen Tages so stark, wie ich war des Tages, da mich Mose aussandte. Und dann erbittet der tapfere Mann sich das Gebirge um Hebron, auf dem die Enakiter, d. h. die Riesen hausten und große, feste Städte innehatten. Kaleb fasste im Glauben mutig zu. Gott hatte ihm dies Gebirge verheißen. Gott würde ihm auch die Kraft geben, es zu erobern. - Kaleb ist ein Mann des Glaubens. Und sein Glaube ist gesund. Er stützt sich auf klare, feste Zusagen. Die ihm gegebene Verheißung hat er festgehalten während der vierzig Jahre heißer Wüstenwanderung. Er ließ sie innerlich nicht los während der fünf Jahre ununterbrochenen Kampfes in Kanaan. Sie stand ihm so frisch und lebendig vor dem Geiste, als hätte er sie vor einer halben Stunde empfangen. - Kaleb soll uns ein Vorbild sein. Unser Leben hier auf Erden gleicht einer heißen Wüstenwanderung. Vor uns liegt als Ziel das himmlische Kanaan. Dem Kaleb war ein herrliches Fleckchen Erde mit waldreichen Höhen und fruchtbaren Gefilden verheißen. Der Gedanke daran, dasselbe eines Tages einnehmen zu dürfen, hielt ihn aufrecht bei der Wüstenwanderung und in den Kampfesjahren. - Wir haben das Kanaan droben nicht verdient. Es ist uns aber aus Gnaden zugesagt. Lasst uns mit Paulus - den guten Kampf kämpfen und den Lauf vollenden dadurch, dass wir Glauben halten (2. Tim. 4, 8).