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Predigten zu Josua 14,14

"Daher ward Hebron dem Kaleb, dem Sohne Jephunnes, dem Kenisiter, zum Erbteil bis auf diesen Tag, weil er Jehova, dem Gott Israels, völlig nachgefolgt war."

Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Hebron ward der Erbsitz Kalebs, weil er unwandelbar zum Herrn gehalten hatte."

"Wir können es sicherlich bewältigen", so spricht der, dessen Vertrauen auf den Herrn durch nichts eingeschränkt ist. Er glaubt, dass Gottes Verheißungen verlässlich sind und dass der Sieg über jeden Feind, weil Gott auf der Seite seines Volkes steht, sicher ist. Glaubst du das auch? Viele glauben es zwar, aber ihr Glaube schwankt. Sie singen ihr Loblied, und die Worte sind richtig, aber die Melodie hat etwas Zögerndes. Bei Kaleb war das ganz anders. Er sang die richtigen Worte mit fester Stimme und auf die richtige Melodie. Höre auf ihren mutigen, kraftvollen Ton: "Lasst uns sogleich hinaufziehen und das Land in Besitz nehmen; denn wir können es sicherlich überwältigen."

Er hatte keinerlei Zweifel an Gott. Aber beachte auch, wie er drängt: "Lasst uns sogleich hinaufziehen!" Wahrer Glaube duldet keinen Aufschub. Wer darauf baut, dass Gott Wort hält, bekundet dies nicht bloss dadurch, dass er seinen Willen tut, sondern dass er ihn sofort tut.


Autor: Jakob Kroeker (* 1872; † 12.12.1948) wichtigster Vertreter des freikirchlichen russländischen Protestantismus
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"Daher war Hebron Kalebs, des Sohnes Jefunnes, des Kenisiters, Erbteil bis auf diesen Tag, darum, dass er dem Herrn, dem Gott Israels, getreulich gefolgt war." Jos. 14,14

Kalebs Quelle war eine ewige und sein Bodenein göttlicher. Er stand auf dem Boden der Verheißung. Seine Lebenswurzeln ruhten in Gott. Das machte ihn treu und stark in jedem Dienst. Sein Glaube und die aus dem Glauben fließenden Handlungen entsprachen der gegebenen Offenbarung Gottes. Gottes Zusage. Israel das Land Kanaan zum Besitz zu geben, stand ihm in ihrem vollen Umfang unerschütterlich fest. Er kannte den Gott Israels und dessen Stärke und Treue. Der Herr selbst war ihm Garantie für die Einlösung der empfangenen Verheißung.

Zwar verkannte Kaleb nicht die vorhandenen Schwierigkeiten. Er unterschätzte nicht die Stärke der Feinde. Aber er kannte auch den Herrn und wusste, dass der Gott, der Israel das Erbe verheißen hat, auch stark genug ist, ihm dasselbe zu geben. Diese Erkenntnis seines Gottes richtete ihn immer wieder auf und bildete ihn zu dem aus, was er bis in sein hohes Alter hinein war - eine bewährte Kraft!

Daher bat er zuletzt auch um sein persönliches Erbteil, das ihm einst durch Mose versprochen worden war. Viele Kämpfe hatten stattgefunden, und der Herr hatte seinem Volke sein Besitztum erschlossen. Nur Kaleb hatte sein Erbe noch nicht. Ihm war Hebron verheißen worden, diese Hochburg der Feinde, die Stadt Arbas, des größten Mannes unter den Riesen. Und obgleich Kaleb fünfundachtzig Jahre zählte, ist er doch bereit, auch diesen Sitz der Feinde einzunehmen. Er fürchtet nicht die Macht und die befestigte Lage des Feindes. Ihm ist seine Stärke der Herr. Auf Ihm ruht auch in dieser Stunde sein Vertrauen. Und Kaleb täuschte sich nicht.

Auch wir haben keine andere Quelle, aus der wir schöpfen, und keinen anderen Boden, auf dem unser Vertrauen ruhen kann. Die Quelle unserer Kraft ist Christus, sein Wort ist das Fundament unseres Glaubens. Wer sich von dieser Quelle löst und diesen Boden verlässt, muss sicher früher oder später mutlos zusammenbrechen. Aber in Christo bleibend, reift auch das schwächste unter den Gotteskindern aus zu einer bewährten Kraft. Ein Glaube, der Gottes Verheißung zum Inhalt seiner Erwartungen macht, sieht sich nicht enttäuscht. Er vertraut nicht seinem eigenen Können, er rechnet mit dem Handeln Gottes. Gott in seiner Aktivität ist ihm Garantie, dass im Versprechen Gottes auch die Kraft der Erfüllung liegt.