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Predigten zu Markus 4,19

"und die Sorgen des Lebens und der Betrug des Reichtums und die Begierde nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht. "

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Sorgen; Reichtum; Lüste

Es liegt Nährkraft genug im Boden, sei es für die Dornen allein, oder für den Weizen allein; aber nicht für beide zugleich. Da entsteht ein kurzer Kampf um die Herrschaft, wobei das kräftige Unkraut den zarten Weizenstengel überwindet und ihn erstickt. Was ist denn dies Unkraut?

1. Für den armen Mann – die Sorgen

Sorgen beschweren das Herz, und zerstreuen es nach verschiedenen Richtungen. Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Wie können wir den Hauszins und andere Ausgaben bestreiten? Es ist beinahe unmöglich, Stille zu werden zum Gebet, zum Bibellesen, zur Pflege des Seelenlebens bei sich und bei anderen, wenn derartige Fragen sich aufdrängen. Was soll nun aber der arme Mann machen, dass das Wort nicht unfruchtbar bleibe in seinem Herzen? Er muss seine Sorgen zum Vater tragen, und sie mit einer Tat seines Willens dieser sicheren Obhut übergeben. Und wenn dann hinfort eine Sorge den Frieden seines Herzens wieder zu stören droht, so muss er sie als eine eigentliche Versuchung ansehen, die er auf Gott wirft.

2. Für den wohlhabenden Mann – Reichtum

Dieser wirkt ebenso zerstreuend wie die bange Sorge. Wie groß mag er wohl sein! O, der vielen Zahlen, die das Gehirn beschäftigen, der Fragen, wie sein Geld am besten behalten, anlegen oder vermehren! In diesem Fall ist das einzig Richtige, allen Besitz, als von Gott anvertrautes Gut anzusehen, und davon nur einen mäßigen Teil für sich zu beanspruchen.

3. Für uns alle – Lüste

Das sind starke, ungezügelte Begierden nach Genüssen, die an sich selbst erlaubt sein mögen, denen mir aber mit übertriebener Gier nachjagen. Was an und für sich recht ist, kann unrecht werden. Sobald wir es an die Stelle Gottes setzen und ihm gestatten, uns völlig zu beherrschen. O HErr, rotte du selbst die Dornen mit den Wurzeln aus!