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Predigten zu Offenbarung 22,3

"Und keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen,"

Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Lerne den Herrn so gut wie möglich kennen!

Wenn Gott das höchste Gut ist, dann muss unser größter Segen darin liegen, Ihn so vollkommen wie möglich kennenzulernen! Das letzte Ziel, zu dem uns die Erlösung führt, ist das unmittelbare Anschauen des ewig gepriesenen Gottes. In unserem gegenwärtigen Zustand sind wir mit unseren natürlichen Augen nicht in der Lage, Gott zu schauen, denn es steht geschrieben: »Kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben« (2. Mose 33,20). Wenn allerdings das Werk Christi an Seinem Volk vollendet ist, wird es möglich, ja, selbstverständlich für die Erlösten sein, den Erlöser zu erblicken. Dies hat uns der Apostel Johannes deutlich gesagt: »Wir wissen, dass, wenn es offenbar werden wird, wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist« (1. Johannes 3,2). Das Entrückungserlebnis hat man das Schauen der Glückseligkeit genannt, und tatsächlich wird es der Gipfelpunkt aller menschlichen Segenserfahrung sein. Es wird die verherrlichten Heiligen in den Zustand unaufhörlichen Glücks versetzen. Dieses Glück auch nur einen Augenblick zu schmecken, wird ausreichen, um für alle Zeit jegliche Erinnerung an Kummer und Leiden hier unten auf ewig zu verbannen. Ich denke, die große Mehrheit von uns muss auf den herrlichen Tag der Erscheinung des Herrn warten, um das Wunder, den Allerhöchsten zu schauen, wirklich zu erleben. In der Zwischenzeit versäumen wir ein hohes Maß der strahlenden Herrlichkeit, die uns durch das Blut des Bundes schon in dieser gegenwärtigen Welt zur Verfügung stünde, wenn wir es nur glaubten und mit aller Kraft auf dem Weg der Heiligkeit voranschritten.


Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Seine Knechte werden Ihm dienen und sehen sein Angesicht; und sein Name wird auf ihren Stirnen sein

Hier werden uns drei Grundzüge der himmlischen Seligkeit genannt:

1. Dienst

In dem Gebet, das der HErr seine Jünger lehrte, sagt Er uns, dass im Himmel der Wille Gottes geschehe. Nicht als ob die vollkommene Ruhe dadurch unterbrochen würde; nein, dort wird unsere Tätigkeit so natürlich und leicht sein, wie das Schwirren der Bienen unter den Lindenblüten, wie das rasche Spiel der Fische im klaren Bergbächlein. Es wird nichts mehr Anstrengung kosten oder Ermüdung verursachen. Würde der Dienst aufgehoben, den die Seligen dem HErrn darbringen dürfen, so ginge das gegen ihre Natur.

2. Anschauen Gottes

„Sie werden sehen sein Angesicht.“ Hier sehen wir durch einen Spiegel im dunkeln Wort, dort von Angesicht zu Angesicht. Hier ist es wie damals, als die zwei nach Emmaus wanderten und kannten ihren Begleiter nicht, obgleich ihre brennenden Herzen ihnen das Rätsel hätte lösen können; dort – werden unsere Augen geöffnet werden, wir werden Ihn erkennen; aber Er wird nicht mehr vor uns verschwinden. O, was wird das für eine Überraschung sein!

3. Verklärung

„Sein Name wird auf ihren Stirnen sein.“ Das Gepräge dieses Namens auf den Stirnen seiner Knechte deutet an, dass sie Ihm gleich sein werden, weil sie Ihn sehen, wie Er ist.

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Hier schließt die Bibel ihren Bericht. Sie findet den Menschen in einem Garten und verlässt ihn in einer Stadt; sie weist darauf hin, dass wo die Sünde geherrscht hat zum Tode, die Gnade viel mächtiger geworden ist, durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben. Dadurch wird der Mensch zu einem weit höheren, seligeren Los erhoben, als Adams, in der Abendkühle Edens.