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Predigten zu Offenbarung 4,11

"Du bist würdig, o unser Herr und unser Gott, zu nehmen die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden."

Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Gottes Position als Schöpfer

Wir begehen einen Fehler, wenn wir es nicht lernen, Gott in allen Dingen zu bestaunen, in den kleinen und in den großen. In unserem Bewusstsein würde sich ein großer, schöner Raum auftun, wenn wir es lernten, Gott in der Natur genauso zu erkennen wie in der Gnade! Freilich bejahen wir, dass der Gott der Natur auch der Gott der Gnade ist, und wir preisen Gottes erlösende Gnade nicht weniger als Seine Macht, mit der Er alles erschuf und erhält. Als Christus kam, um uns zu erlösen, betrat Er den Bereich der bereits existierenden Natur. Wenn wir Gott gehorchen und Ihm glauben, so können wir die engen Schranken unserer geistlichen Welt so weit nach außen schieben, bis sie die ganze Schöpfung Gottes umschließen!

Der englische Kaufmann und Dichter William Blake stand einmal da und beobachtete, wie die Sonne aus dem Meer emporstieg. Die große gelbe Scheibe der Sonne tauchte auf, glitt empor über das Wasser und verzierte den Himmel mit Tausenden von Farben. »Ah, ich sehe Gold!«, rief einer neben ihm aus. Blake antwortete: »Ich sehe Gottes Herrlichkeit! Und ich höre eine Menge himmlischer Wesen rufen: >Die Erde ist voll von Seiner Herrlichkeit.«


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Christi Bild überall

Wir versuchen mitzufühlen, wenn Johannes im Buch der Offenbarung himmlische Geschöpfe mit menschlichen Begriffen zu beschreiben versucht. Er wusste und wir wissen, dass es Gott unmöglich war, einem Menschen sich selbst und die himmlische Herrlichkeit völlig zu offenbaren. Johannes versucht uns in Offenbarung 4 vier »himmlische « Gestalten zu beschreiben. Die erste war wie ein Löwe, die zweite wie ein Stier, die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte glich einem fliegenden Adler. Wussten Sie, dass Christen seit Jahrhunderten in diesen »Gestalten« die vier Evangelien des Neuen Testaments gesehen haben?

Gott hat das Bild Jesu Christi überall platziert! Das Matthäusevangelium ist das Evangelium des Königs, das Markusevangelium das des leidenden Gottesknechtes. Das Lukasevangelium ist das Evangelium des Menschensohnes und das Johannesevangelium das Evangelium des Gottessohnes. Vier liebende, anbetende, huldigende Gestalten, die voll Treue und immerwährender Hingabe Gott preisen! Aber damit kein Missverständnis aufkommt: Diese Bilder stellen alle das Evangelium von Jesus Christus dar. Er ist der Eine, um den es im Christentum geht!