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Predigten zu Philemon 1,4

"Ich danke meinem Gott, indem ich allezeit deiner erwähne in meinen Gebeten,"

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Ein unvergängliches, unbeflecktes und unverwelkliches Erbe

Ja, es ist ein Erbteil. Wiewohl es ein freies Geschenk ist so haben wir doch Anspruch daran. Wir sind in diese Stellung hineingeboren. Das Kindlein, in jener mit adeligem Wappenschild geschmückten Wiege, hat schon durch seine Geburt ein Anrecht an die großen Ländereien seiner Ahnen. Denselben Anspruch dürfen die Heiligen Gottes auf den Himmel machen. „Durch Gottes große Barmherzigkeit sind wir wiedergeboren.“

1. Unvergänglich!

O des herrlichen Erbteils! Es ist unvergänglich! Der nagende Zahn der Zeit kann ihm nichts anhaben. Motten und Rost können es nicht verzehren, noch Diebe danach graben, um es zu stehlen. Keine verschwenderische Hand kann seine Reichtümer ausschöpfen.

2. Unbefleckt!

Es ist unbefleckt! Die reinen Gewänder sind makellos, kein Blatt der Lebensbäume weist einen Fehler auf; keine Spur eines Giftstoffes findet sich in jener hohen Luft. In die goldene Stadt darf nichts einziehen, das unrein oder gemein wäre, keine Lüge.

3. Unverwelklich!

Es ist unverwelklich! Manche der lieblichsten Hoffnungen unsers Lebens, die innigste Freundschaft, die Träume vollkommensten Glückes, – sie sind vor unseren Augen verwelkt und verdorrt. Das ist im Himmel nicht mehr möglich.

4. Aufbehalten!

Es wird für uns behalten im Himme l, und mir werden au s Gottes Macht durch den Glauben dazu bewahrt. Der Gedanke wird uns hier nahe gelegt, dass wir, gleich Flüchtlingen unter starker Bedeckung, durch Feindesland hindurchgeführt werden, bis wir auf heimatsichern Boden anlangen. Wir sind noch nicht im Himmel; aber wir können unsers Erbteils so sicher sein, als wären wir schon dort.

Ich bin zufrieden – dass ich die Stadt geseh'n Und ohn' Ermüden – Will ich ihr näher geh'n Und ihre hellen, gold'nen Gassen Lebenslang nicht aus den Augen lassen.