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Predigten zu Psalm 119,126

"Es ist Zeit für Jehova zu handeln: sie haben dein Gesetz gebrochen."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Es ist Zeit, dass der Herr handle; sie haben dein Gesetz gebrochen!"

Wir stellen fest, dass heutzutage viele die Inspiration der Heiligen Schrift leugnen, und das bedeutet, das Gesetz des Herrn zu brechen. Welchen Nutzen hätte die Bibel für uns, wenn sie nicht vom Heiligen Geist inspiriert wäre? Da, wo ein Schritt ins Verderben führen kann, ist ein irrender Führer so schlecht wie gar keiner. Wenn dieses Buch nicht wirklich Gottes Wort ist, dann ist es um sein Wesen, um seine Autorität und um seine Kraft geschehen.

Gewisse Männer brechen das Gesetz Gottes, indem sie einen Moralkodex oder ein ethisches System lehren, das nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Eigentumsrechte werden dreist missachtet, als ob der Herr niemals gesagt hätte: "Lass dich nicht gelüsten!" Von Keuschheit, die der Einrichtung des Familienlebens Festigkeit gibt, will man nichts mehr wissen und statt dessen der Lust den Platz einräumen, der nur der ehelichen Liebe gebührt.

Eine andere Richtung bricht das Gesetz Gottes, indem sie äußere Formen vermehrt und Zeremonien zu einer Stellung erhebt, die sie niemals einnehmen dürfen. Von den meisten unter ihnen möchte ich sagen: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Sie brechen das Gesetz Gottes durch ihre Traditionen. Um ihre selbst erfundenen Formen und Zeremonien zu rechtfertigen, geben sie uns Auslegungen, die das Evangelium verschleiern, und liefern Deckmäntel für Priestererfindungen, für das Mönchtum, für den Marienkult und für die Bilderanbetung. Beachtet, dass es Sünde ist, Gott anders zu verehren, als er es angeordnet hat. Die Anbetung der Maria ist eine Beleidigung des Herrn. Uns vor einem Kruzifix zu beugen heißt, unter dem Vorwand der Ehrerbietung Götzendienst zu betreiben. Der Aberglaube ist ein ebenso wirklicher Widersacher der Wahrheit wie der Unglaube.

Das Wachsen des Bösen sollte uns ins Gebet treiben. Wenn unser Herzenszustand richtig wäre, würden wir bei jedem Fluch, den wir auf der Straße hören, beten: "Herr, die Sünde ist tätig; sei du es auch!"