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Predigten zu Psalm 18,32

"Der Gott, der mich mit Kraft umgürtet und vollkommen macht meinen Weg;"

Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Diese Frage stellt der Psalmist nicht so, als ob sie ein unlösbares Problem wäre. Er hatte herrliche Erfahrungen gemacht, darum floß sein Herz über von Bewunderung und Anbetung. Er war aus der Hand aller seiner Feinde erlöst, in allen Gefahren und Anfechtungen, denen er bis dahin begegnet war, bewahrt worden.

Darum bezeugt er: «Denn du, HERR, bist meine Leuchte! Der HERR macht meine Finsternis licht. Denn mit dir kann ich gegen Kriegsvolk anrennen, mit meinem Gott über die Mauer springen. Dieser Gott – sein Weg ist vollkommen! Das Wort des HERRN ist geläutert; er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen» (2. Samuel 22,29-31). «Denn wer ist Gott», so fügt er hinzu, «außer dem HERRN?» Er hatte Gottes Allmacht erlebt, in seinen schweren Anfechtungen Beweise von ihr gesehen. Er wußte, daß der Schöpfer des Himmels und der Erde, dem alle Dinge möglich sind, auch der Gott ist, der die Verheißungen gab und treu zu dem steht, was Er verspricht. «Jede gute Gabe … kommt von … dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel» (Jakobus 1,17).

«Wer ist ein Fels außer unserem Gott?» In diesem Leben, wo alles sich verändert und nichts feststeht, ist Er der einzige, auf den wir uns verlassen können, auf den unser Haus gegründet ist. In Seinem Schutz finden wir Schatten, wenn die große Hitze kommt (Jesaja 25,4). Auf diesem Felsen steht die Gemeinde Jesu Christi, und die Pforten des Totenreichs werden sie nicht überwältigen. Diesen Felsen unseres Glaubens rühmten schon Mose und die Propheten immer wieder.

Ein Kind Gottes mag noch so schwach sein im Glauben, der himmlische Vater hat völlig vorgesorgt, damit es beschirmt wird und durchhalten kann; denn Er nennt sich der treue Gott, Er ist der Fels, der dem Leben Seines Kindes die Festigkeit und Stärke verleihen will, die Er selbst besitzt.

Was können uns eigentlich unsere Schwierigkeiten, Anfechtungen und Feinde ausmachen, wenn wir durch sie doch einen solchen Gott ganz praktisch kennenlernen?