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Predigten zu Psalm 21,8

"Deine Hand wird finden alle deine Feinde, finden wird deine Rechte deine Hasser."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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Der Mittlerthron Jesu versichert uns ewiger Barmherzigkeit. Gott, der in jeder Beziehung der Allerhöchste ist, verwendet alle Seine unendlichen Vollkommenheiten dazu, den Thron der Gnade aufrechtzuerhalten, auf dem unser König in Zion regiert. Er wurde weder durch Seine Leiden noch durch Seine Feinde von Seinem Ziel wegbewegt, noch wird Er von der Erfüllung Seines Plans abgehalten. Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit; andere Könige versagen, weil sie sich auf einen »Arm aus Fleisch« stützen; aber unser Herrscher regiert prächtig immer weiter, weil Er auf den HERRN vertraut. Es ist ein großer Gnadenerweis Gottes gegenüber den Menschen, dass der Thron des Königs Jesus noch bei ihnen ist. Nichts als göttliche Barmherzigkeit konnte ihn aufrechterhalten, denn menschliche Bosheit hätte ihn morgen schon umgestoßen, wenn das möglich wäre. Wir sollten Gott vertrauen, Er werde das Reich des Erlösers bewahren; denn der König selbst vertraut auf den HERRN. Alle Handlungen des Unglaubens und besonders das Vertrauen auf menschliche Fähigkeiten sollten für immer aus einem Reich verschwinden, dessen König allen ein gutes Vorbild ist, indem Er selbst auf Gott vertraut.

Der Untergang der Gottlosen ist ein passender Grund zum Jubel für die Freunde der Gerechtigkeit; darum wird sie hier wie in den meisten Liedern der Bibel mit ruhiger Danksagung bedacht. Wir bedauern die Verlorenen, weil sie Menschen sind; aber als Feinde Christi können wir sie nicht bedauern. Niemand kann dem Zorn des siegreichen Königs entrinnen, noch wäre es wünschenswert, dass sie es täten. Der HERR selbst wird den Feinden Seines Sohnes im Zorn begegnen. Der Herr Jesus wird sozusagen Richter in Gottes Auftrag sein, dessen ernste Zustimmung und Mitwirkung wird Ihn begleiten, wenn Er den unbußfertigen Sündern das Urteil spricht. Hiermit ist eine gänzliche Zerstörung von Seele und Leib gemeint, so dass beide von Jammer verschlungen und von Angst verzehrt werden. Wie schrecklich wird dieser Zorn sein! Wie schrecklich! Wer könnte ihn ertragen? Herr, rette uns davor, um Jesu willen! Es ist immer gut, den HERRN zu preisen, wenn wir an die Güte Seines Sohnes und an die Überwindung Seiner Feinde denken. Die Erhebung des Namens Gottes sollte die Beschäftigung jedes Christen sein; aber weil so Elende wie wir darin versagen, Ihm die gebührende Ehre zu geben, dürfen wir Seine eigene Kraft zur Hilfe rufen. Eine Zeit lang mögen die Heiligen klagen; doch die herrliche Erscheinung ihres göttlichen Helfers erweckt ihre Freude, und Freude sollte immer in den Kanal des Lobens einmünden. Alle Eigenschaften Gottes können und sollten mit der Musik unseres Herzens und unseres Mundes gefeiert werden; und wenn wir eine Entfaltung Seiner Macht erleben, müssen wir Ihn dafür preisen. Er bewirkte unsere Befreiung ganz allein, so gebührt auch Ihm allein der Lobgesang.