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Predigten zu Psalm 27,13

"Wenn ich nicht geglaubt hätte, das Gute Jehovas zu schauen im Lande der Lebendigen ...!"

Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Die Psalmen Davids sind täglich eine Leuchte für unseren Fuß und ein Licht auf dem vor uns liegenden Weg. Der Psalmist beschreibt seine Erfahrungen, «damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen» (Römer 15,4).

Wir gehen schweren Zeiten entgegen. Menschen, die keinen lebendigen Glauben an einen lebendigen Gott haben, könnten den Mut verlieren. Aber auf schmerzliche Erfahrungen folgt ein Morgen. «Ach, wenn ich nicht gewiß wäre, daß ich die Güte des HERRN sehen werde im Land der Lebendigen!» Die Prüfungen und Schwierigkeiten, die dunkle Wolke auf unserem Weg könnten uns außer Fassung bringen, wenn unser Glaube nicht innerhalb des Vorhangs verankert wäre und uns eine unerschütterliche Hoffnung verliehe (Hebräer 6,18-20). Der Feind sichtet uns; er hat die Macht des Todes, er ist der Anführer der Finsternismächte, und er scheint zu triumphieren. Dennoch erklärt der Herr, daß Er hoch über dem allen regiert, und daß der Tag kommt – vielleicht schneller als wir denken –, an dem wir Seine Güte im Land der Lebendigen sehen werden.

Wir sollten lernen, unsere Anfechtungen so anzusehen, wie wir sie viele Jahre später beurteilen würden. Dann könnten wir dem Herrn schon jetzt dafür danken, daß der Tag kommen wird, an dem wir zurückschauend verstehen, daß in den dunklen Wolken Regen des Segens verborgen war und daß die schmerzlichen Zeiten uns eine neue Erkenntnis unseres Herrn einbrachten, eine geistliche Bereicherung, die ein leichtes, gleichmäßiges Leben nicht kennt. «Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind» (Hebräer 12,11).

Darum Mut gefaßt! Hoffnungslosigkeit ist jetzt nicht am Platz. Wir werden die Güte des Herrn schauen, und zwar im «Land der Lebendigen», heißt es ausdrücklich; nicht nur im Himmel, nach dem Tod, sondern jetzt schon, hier auf Erden. Der Apostel Paulus sagt, die Gottesfurcht habe die Verheißung des jetzigen und des zukünftigen Lebens. Gott wolle unsere Herzen lenken, Sein Wort mit Freuden und voller Hoffnung aufzunehmen!