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Predigten zu Psalm 46,2

"Darum werden wir uns nicht fürchten, wenngleich gewandelt würde die Erde, und wenn die Berge wankten im Herzen des Meeres,"

Autor: Hermann Friedrich Kohlbrügge (* 15.08.1803; † 05.03.1875) niederländischer reformierter Theologe

Soll es dahin kommen, dass wir in Wahrheit sagen: Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, dann geht es hart her. Dann ist von außen und dem Sichtbaren nach niemand und nichts mehr unsre Zuversicht, vielmehr ist uns da jede Aussicht entschwunden, jede Stütze zerbrochen, jede Zuflucht uns genommen; und wenn es so aussieht, wahrlich dann ist in uns gar keine Kraft mehr, und hat man andererseits auf jede Hilfe Verzicht zu tun. Das Wort Gottes setzt keinen Fall voraus, welcher sich nicht verwirklicht; es übertreibt die Schilderung der Not der Heiligen Gottes nicht. Denen geht wirklich manchmal die Welt unter. Sie sehen manchmal die Berge, worauf all ihr Wein wächst, und worauf all ihre Hoffnung gebaut ist, vor ihren Augen mitten ins Meer sinken und alle ihre Erwartungen verschwinden mit all dem Eitlen des Sichtbaren. Sie brauchen ihre Stimme nur etwas zu erheben, um den Gott Israels und seine ewige Güte zu loben, alsbald wütet und wallet das Meer der Herzensgedanken der Menschenkinder und der Feindseligkeit des Fleisches, und links und rechts sehen sie fallen, in dieses Meer hineinstürzen und mit den Wellen des Sichtbaren fortgerissen werden, was sie für felsenfest gehalten. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.

Ein feste Burg ist unser Gott,
ein gute Wehr und Waffen,
er hilft uns frei aus aller Not,
die uns jetzt hat betroffen.
Der alt böse Feind
mit Ernst er's jetzt meint;
groß Macht und viel List
sein grausam Rüstung ist;
auf Erd ist nicht seinsgeichen.