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Predigten zu Psalm 47,6

"Singet Gott Psalmen, singet Psalmen; singet Psalmen unserem König, singet Psalmen!"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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Der Glaube hört das Volk schon jauchzen. Der Befehl aus Vers 1 wird hier als ausgeführt betrachtet. Der Kampf ist vorüber; der Sieger steigt auf Seinen Triumphwagen und fährt zu den Toren der Stadt hinauf, die über Seine Rückkehr vor Freude strahlt. Diese Worte passen ganz und gar auf die Himmelfahrt des Erretters. Wir zweifeln nicht, dass die Engel und die verherrlichten Geister Ihn mit lautem Beifall willkommen hießen. Er kam nicht ohne Gesang; sollten wir annehmen, Er sei im Schweigen zurückgekehrt?

Welch einen Jubel finden wir hier, wenn die ganze Erde fünfmal aufgerufen wird, Gott zu lobsingen! Er ist es wert, Er ist der Schöpfer, Er ist die Güte selbst. Niemals hört Er auf, gut zu sein. Eigenartig ist es, dass wir so oft zu solch himmlischem Tun gedrängt werden müssen. Ihm allein gebührt all unser Lob; niemand sollte sich auch nur das kleinste Stückchen davon nehmen. Jesus muss alles haben. Möge Seine Souveränität die Quelle der Freude sein! Sie ist eine erhabene Eigenschaft, aber voller Glück für die Gläubigen. Wir wollen unsere Wertschätzung nicht mit Stöhnen, sondern mit Liedern bezeugen. Er verlangt nicht von Sklaven, Seinen Thron zu preisen; Er ist kein Despot; Gesang ist das Richtige, um einem so gesegneten und gnädigen Herrscher zu huldigen. Mögen alle Herzen singen, die Sein Zepter anerkennen, immer nur singen, bis in Ewigkeit; denn es gibt ewigen Grund zur Danksagung, wenn wir unter dem Schatten eines solchen Thrones wohnen. Jetzt im Augenblick regiert Gott im Geheimen auch über die übelsten Götzendiener; da ist Glaube gefragt. Aber wir sollten uns nach dem Tag sehnen, wenn diese Wahrheit in ganz ande- rem Licht erscheint und wir uns der jetzt unerkannten Herrschaft erfreuen werden! Die großartige Wahrheit, dass Gott »sich auf Seinen heiligen Thron gesetzt« hat, ist die Garantie dafür, dass sich Seine Verheißung im schönsten Sinn des Evangeliums erfüllen und Sein Reich kommen wird. Niemand hindert Ihn, Sein unbestrittenes Thronrecht wahrzunehmen, und Seine Anordnungen, Taten und Befehle sind die Heiligkeit selbst. Welcher andere Thron ist damit vergleichbar? Nie wurde er durch Unrecht befleckt oder von Sünde verunreinigt. Und der darauf Sitzende ist niemals bestürzt oder in Schwierigkeiten. Er sitzt dort in größter Gelassenheit; denn Er kennt Seine Macht und weiß, dass Seine Absichten nicht misslingen. Das ist Grund genug für heiligen Gesang.

Alle Herrschaften und Gewalten müssen dem HERRN und Seinem Christus untertan sein; denn »Er ist sehr erhaben«. Niemand ist Ihm in Seinem Wesen, Seiner Macht, Seinen Tugenden und Seiner Herrlichkeit vergleichbar. Welch eine herrliche Schau auf das kommende Zeitalter! Beeilt euch, ihr Räder der Zeit! Und derweil, ihr Heiligen, »seid fest, unerschütterlich, allezeit überreich in dem Werk des Herrn, da ihr wisst, dass eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist«.