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Predigten zu Psalm 72,15

"Und er wird leben, und von dem Golde Schebas wird man ihm geben; und man wird beständig für ihn beten, den ganzen Tag ihn segnen."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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»O König, lebe ewiglich!« Er wurde ermordet; aber Er ist auferstanden und lebt in Ewigkeit. Die allerkostbarsten Krönungsgeschenke werden an Seinem Thron mit Freuden dargebracht.

Wie gern würden wir Ihm alles geben, was wir sind und haben, und doch solche Tribute für viel zu gering ansehen! Wir können uns freuen, dass die Sache Christi nicht zum Stillstand kommt, weil es an Geld fehlt; Silber und Gold gehören Ihm; und wenn sie zu Hause nicht gefunden werden, eilen welche aus fernen Landen herzu, um das Defizit auszugleichen. Wollte Gott, wir hätten mehr Glauben und mehr Freigebigkeit! Möge alles Lob auf Sein Haupt kommen und all Sein Volk danach verlangen, dass Seine Sache vorankommt, mögen sie alle darum zu jeder Stunde rufen: »Dein Reich komme!« Dann brauchen wir uns um die Sache der Wahrheit in solchem Land keine Sorgen zu machen; sie ist in guten Händen, wo das Wohlgefallen des Herrn wirklich gedeiht. »Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.« Wann werden diese Worte, die einen so freudevollen Ausblick gewähren, hier auf Erden Erfüllung finden?

In Seiner Rettermacht wird Sein Name als der Sammelplatz aller Gläubigen bekannt und verherrlicht und für ewig derselbe bleiben. Solange die Zeit in Tagen gemessen wird, wird Jesus herrlich unter den Menschen sein. Es wird Grund genug für all diese Ehre bestehen; denn Er wird wirklich und in Wahrheit ein Wohltäter für das Menschengeschlecht sein; denn Er selbst ist der größte Segen für die Erde. Wenn Menschen einander segnen wollen, werden sie es in Seinem Namen tun. Die dankbaren Völker werden Seine Wohltaten erwidern und dem Glück wünschen, der sie so glücklich gemacht hat. Nicht nur einige werden den Herrn verherrlichen, sondern alle. Kein Land wird im Heidentum bleiben, alle Völker werden Ihn mit Freuden ehren. Wie Quesnel richtig anmerkt, erklären sich die restlichen Verse von selbst. Sie rufen eher zu tiefster Dankbarkeit und Bewegung des Herzens auf, als dass sie den Verstand ansprechen; sie dienen mehr der Anbetung als der Erklärung. Es ist der Höhepunkt unseres Verlangens und der Gipfelpunkt unserer Gebete – und wird es immer sein –, Jesus als den erhöhten König der Könige und Herrn der Herren zu schauen. Er hat große Wunder getan, solche, die Ihm niemand nachmacht, und hat alle so weit hinter Sich gelassen, dass Er allein der Wunderwirker bleibt. Doch ähnliche Wunder stehen noch aus, nach denen wir in freudiger Erwartung Ausschau halten. Er ist Gott, gepriesen in Ewigkeit, und Sein Name soll gepriesen sein; Sein Name ist herrlich, und Seine Herrlichkeit wird die ganze Erde erfüllen. Nach dieser wunderbaren Vollendung sehnen sich Tag für Tag unsere Herzen, und wir rufen: »Amen, ja, Amen!«