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Predigten zu Römer 5,17

"Denn wenn durch die Übertretung des Einen der Tod durch den Einen geherrscht hat, so werden vielmehr die, welche die Überschwenglichkeit der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesum Christum);"

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Die da empfahen die Fülle der Gnade werden herrschen im Leben

Gott handelt allezeit mit uns nach demselben Grundsatze: Wie wir angenommen haben den Herrn Christum Jesum, also sollen wir auch in Ihm wandeln. Sei es nun Rechtfertigung oder Heiligung, Versöhnung oder sieghaftes Leben – alles unterliegt demselben mächtigen Grundgedanken, nach dem die Gaben Gottes uns mitgeteilt werden. Wir empfangen die Versöhnung beim Anfang unsers Christenlaufs, und bis ans Ende sollen wir auf dieselbe Weise alle anderen Gaben Gottes empfangen.

1. Wir haben die Versöhnung empfangen (Vers 11)

Unmöglich konnten wir sie durch unsere eigenen Anstrengungen verdienen, und mussten lernen, einfach die Hand ausstrecken, um sie als freie Gabe zu empfangen. Dieselbe Stellung müssen wir nun inne halten gegenüber allen den geistlichen Gaben, die wir zur Stärkung des göttlichen Lebens und zur Herrschaft über die Sünde bedürfen. Der Glaube, der einfache Glaube, der vertrauensvoll gen Himmel blickt und die verheißene Gabe erwartet, das ist die Bedingung heiligen Lebens. „Alles liegt in diesem Wort: traue Jesu fort und fort.“

2. Das Herrschen im Leben muss nicht auf die ferne Zukunft verschoben werden

Jetzt sollen wir die Erfahrung davon machen. Er hat uns zu Königen gemacht, vor Gott unserem Vater. Wir sind berufen zu dem Reichtum, der Freiheit, dem Bewusstsein der siegreichen Kraft, und zu allem, das wir mit der königlichen Würde zu verbinden gewohnt sind. Wir sollen uns als Könige beweisen im gewöhnlichen, häuslichen Leben, im Geschäft, auf der Bank – das ist unser hoher Beruf in Christo Jesu, und wir werden Überwinder sein, wenn wir „empfangen die Fülle der Gnade“ durch den Einen, Jesum Christum.