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Predigten zu Römer 6,16

"Wisset ihr nicht, dass, wem ihr euch darstellet als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorchet? entweder der Sünde zum Tode, oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit?"

Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Wisst ihr nicht: wem ihr euch als Knechte zum Gehorsam hin gebt, dessen Knechte seid ihr und müsst ihm gehorchen."

Das Wort, das hier mit Knecht wiedergegeben ist, bedeutet eigentlich Leibeigener oder Sklave. Diese Unterscheidung ist wichtig für uns, denn in der zweiten Hälfte von Römer 6, wo Paulus von unserer Brauchbarkeit für Gott spricht, kommt dieser Ausdruck des öfteren vor. Was ist der Unterschied zwischen einem Knecht und einem Sklaven? Ein Knecht kann jemandem dienen, aber er wird damit nicht dessen Eigentum. Wenn sein Herr ihm gefällt, kann er ihm weiterdienen, wenn nicht, kann er kündigen und sich einen anderen Herrn suchen. Nicht so verhält es sich bei einem Sklaven. Der Sklave ist nicht bloss jemandes Knecht; er ist auch sein Eigentum.

Wie bin ich der Sklave des Herrn geworden? Seinerseits hat er mich um den Preis seines dahingegebenen Lebens gekauft; ich habe mich meinerseits ihm freiwillig und ganz übergeben. Diese zweite Feststellung sollen wir nicht übersehen. Nach dem Recht des Loskaufs bin ich Eigentum Gottes, aber wenn ich als Sklave brauchbar für ihn sein will, muss ich mich ihm hierzu freiwillig dargeben. Zwingen wird er mich nie.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Unser Wille muss kapitulieren

Die christliche Lehre vom Gehorsam gegenüber Gott und Seinem Willen wird heute in vielen' religiösen Kreisen übersehen, und viele in unseren Versammlungen scheinen zu fühlen, dass unsere Pflicht zum Gehorsam am Beginn unseres Lebens als Christ durch den Glauben an Jesus Christus über Bord geworfen wurde.

Wir müssen uns daran erinnern, dass »der Wille der Sitz wahrer Religion in einem Menschen« ist. Im Leben eines Mannes oder einer Frau ist nichts wirklich getan worden, ehe sich nicht sein oder ihr Wille in aktivem Gehorsam dem Willen Gottes unterstellt worden ist. Es war der Ungehorsam, der unser Menschengeschlecht in den Ruin führte. Es ist der Gehorsam des Glaubens, der uns wieder zu Gottes Wohlwollen zurückbringt! Es muss gesagt werden, dass eine verwirrte Welt das Ergebnis dessen ist, dass man versucht, ohne Gehorsam zu glauben!

Eine bloß passive Übergabe an Gott ist eigentlich keine Übergabe in vollem Sinn. Sich wirklich dem Willen Gottes zu ergeben, muss mit einschließen, dass man bereit ist, von nun an Seine Anweisungen entgegenzunehmen. Ich frage mich, ob die Geistlichen dem Gehorsam wieder den Platz und die Bedeutung einräumen werden, die er in der Heilige Schrift hat.