Buch-Rezension: Harte Fragen an die Bibel

Harte Fragen an die Bibel

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44 „harte Fragen“ an die Bibel werden in diesem vom Cover her schön gestalteten Büchlein beantwortet. Leider erfährt der Leser nicht, wem er diesen Entwurf zu verdanken hat. Aber das Wichtigste sind ja die Antworten auf solche Fragen wie Nr. 17: „Kann Gott uns in Versuchung führen?“ oder Nr. 2: „Wie verbindlich ist das Alte Testament?“

Alle Fragen werden im Vertrauen auf die Bibel, das Wort Gottes, beantwortet. „Die Bibel ist in ihren Aussagen (auch den historischen) ernst zu nehmen.“ (S. 12). Einwände hat der Rezensent eigentlich nur bei der Antwort auf Frage 38, (Redaktion NEUES LEBEN), in der behauptet wird: „Christen sollten nicht nur ihren Nächsten, sondern auch sich selbst lieben“. Gerade letzteres sagt die Bibel an keiner Stelle. Es gibt kein Gebot zur Selbstliebe. Auch die Antwort von Monika Deitenbeck-Goseberg auf die Frage 43: „Beten ohne Unterlass – Ist das überhaupt möglich?“ erscheint dem Rezensenten etwas suspekt, weil da das durchaus fragwürdige „hesychianische Herzensgebet“ russischer Mönche empfohlen wird.

Insgesamt ein nützliches und lesenswertes Büchlein, das nur einen Schönheitsfehler hat: Der Blocksatz wurde komplett ohne Silbentrennung hergestellt, was hässliche Löcher in Text und Überschriften erzeugt.

 Die Rezension/Kritik stammt von: Karl-Heinz Vanheiden
 Kategorie: Sonstiges

  Verlag: jOTA Publikationen GmbH
  Jahr: 2008
  ISBN: 978-3-935707-55-8
  Seiten: 103
 €    Preis: 11,95 Euro