Klaus Haacker (* 26. August 1942 in Wiesbaden-Erbenheim) ist ein deutscher evangelischer Theologe, Hochschullehrer, Herausgeber, Verfasser geistlicher Gedichte und Lieder, sowie Liedübersetzer. Er wurde als Sohn von Erna Eichenberg, geb. Dreßler (19162010) und dem Bäckermeister Bernhard Haacker (* 1913; † im Dezember 1942 in Russland gefallen) geboren und studierte nach dem Abitur an der Oranienschule Wiesbaden evangelische Theologie in Mainz, Göttingen, Münster und v. a. Heidelberg, wo er auch das Examen ablegte. Im Jahr 1970 promovierte Haacker in Mainz zum Dr. theol. und arbeitete von 1970 bis 1974 als Wissenschaftlicher Angestellter mit Lehrauftrag am Institutum Judaicum in Tübingen. Im Jahr 1974 wurde er Dozent, 1976 Professor für Neues Testament an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und im Jahr 2007 emeritiert. Haacker ist seit 1976 Mitglied der Studiorum Novi Testamenti Societas (SNTS), der internationalen Gesellschaft für die neutestamentliche Wissenschaft. Von 1982 bis 1996 war er Mitglied im Ausschuss Christen und Juden der Evangelischen Kirche im Rheinland, Herausgeber der Neubearbeitung des Theologischen Begriffslexikons zum Neuen Testament (1997-2000), sowie Mitbegründer (1970) und Herausgeber (1977-2007) der Zeitschrift Theologische Beiträge. Haacker war Mitarbeiter mehrerer Bibelübersetzungen und -revisionen. Eine Auswahl aus den Gedichten und Liedern Haackers erschien im Jahr 2009 in Wuppertal unter dem Titel Der Herr ist mein Gärtner. Sein Lied O Wunder der Barmherzigkeit ist eine Übertragung des englischen Amazing Grace und findet sich u.a. im Gesangbuch Feiern und Loben, das im Jahr 2003 erschienen ist. Haacker ist seit 1964 mit der Diplom-Psychologin Dorothea Damrath verheiratet, aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor. Der ältere Sohn Markus ist promovierter Ökonom mit dem Schwerpunkt Volkswirtschaft und Gesundheitspolitik, der jüngere Christoph Gründer und Leiter des Arco-Verlags. Klaus Haackers Bruder war Dr. rer. nat. Ulrich Haacker (1939-1972), ein international beachteter Zoologe, der seine Berufung auf eine Professur in Darmstadt wegen akuter Leukämie nicht mehr annehmen konnte.
Quelle: Joachim Scherf: 200 x nachgefragt