Ach, welche Marter, welche Plagen    

1) Ach, welche Marter, welche Plagen
trugst Du für unsre Sünde schon,
und wie viel musst Du an uns tragen
noch immerdar, o Gottessohn!
Wie viel Geduld zeigst Du uns Schwachen,
die wir uns tausendfach vergehn;
und wie viel hast Du gut zu machen,
was wir versäumen und versehn!

2) Ach, wärst Du gegen uns nicht treuer,
als wir sind gegen Dich gesinnt,
erkaltete Dein Liebesfeuer
wie unsre Liebe so geschwind;
wollt'st Du mit Gleichem Gleiches lohnen,
nicht lassen Gnad für Recht ergehn,
nicht Langmut üben und verschonen,
es wäre längst um uns geschehn!

3) Mit neuer Gnad Dich zu uns wende
und unsre Herzen zu Dir zieh;
Richt wieder auf die läss'gen Hände
und stärke unsre müden Knie!
Lass uns wie Adler aufwärts fahren
mit neuer Kraft und neuem Mut
und aller Welt es offenbaren,
was Deine Kraft in Schwachheit tut!

4) Was wir Dich bitten, das gewähre,
es gilt ja Deines Vaters Ruhm
und Deines großen Namens Ehre
an Deinem Volk und Eigentum!
Dass nicht durch uns die Feinde lästern
den Namen Deiner Herrlichkeit,
zeig, dass Du Jesus Christ bist gestern,
heut' und derselb in Ewigkeit!

Text:
Melodie:

Das Lied "Ach, welche Marter, welche Plagen" ist in 1 Liederbüchern enthalten:

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Liederbuch Band 2 886
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