Auf, und folgt dem heilgen Triebe    

1) Auf, und folgt dem heilgen Triebe
und rühmet laut: Gott ist die Liebe!
Er ist's in alle Ewigkeit!
O, wo kann ich Worte finden,
den Ruhm der Liebe zu verkünden,
die ewig segnet und erfreut!
Wer bin ich, Herr, vor dir?
Voll Wonne fühl ich's hier:
du bist Liebe!
kein Mensch ermisst,
wie reich du bist
an Wohltat und an Gütigkeit.

2) Wundervoll sind deine Werke.
Ich sehe Weisheit, Macht und Stärke,
und meine Seele beuget sich.
Doch auch deine Liebe thronet,
wo deine Macht und Weisheit wohnet,
ich seh es und erhebe mich.
Was ist's, das mich erschreckt?
Mein froher Blick entdeckt
nichts als Liebe.
Des Tages Pracht,
die stille Nacht,
ja, alles, alles preiset sie.

3) Trüben sich auch meine Tage,
hinweg mit jeder Jammerklage!
Nur du, mein Vater, trübest sie.
Du willst selbst durch meine Leiden
nur wahren Segen mir bereiten,
und Trost und Hoffnung fehlt mir nie.
Vor dir entweicht der Schmerz,
getrost erfährt mein Herz
deine Liebe.
Wenn alles bricht, -
ich zage nicht.
Du reichst mir deine Vaterhand.

4) Du willst selbst der Sünder Leben.
Selbst deinen Sohn hast du gegeben,
dass er ihr Seelenretter sei.
Er vom Himmel kam hernieder,
er starb für uns, und machte wieder
das bange Herz von Ängsten frei.
Was fühlt mein froher Geist!
Wie staunet er und preist
deine Liebe!
Dein Sohn erschien,
du sandtest ihn.
Wie hoch hast du die Welt geliebt!

5) Gott, ich will dir folgsam werden.
Wer ist im Himmel und auf Erden,
der so, wie du, beglücken kann?
Einst umstrahlet, gleich der Sonne,
mich ewig, ewig Licht und Wonne,
geh ich nur gern auf deiner Bahn.
Einst schwebt mein Geist empor,
singt in der Engel Ref.: du bist Liebe! -
o Herr der Zeit
und Ewigkeit,
ich weiß, dass du die Liebe bist.

Text:
Melodie: Wachet auf, ruft uns die Stimme