Da, wo ich dein Gesicht einst fand    

1) Da, wo ich dein Gesicht einst fand,
ist nichts als dichte Nebelwand.
Kein Licht von dir und auch kein Lebenszeichen;
aus meinen Adern Blut und Atem weichen.
Ich seh, dein Name wird beschmutzt,
als Grund für Kampf und Krieg benutzt.
Sind wir es nicht, die deine Weisung hassen,
die lautlos dich verraten und verlassen?

Ref.: Eleison, miserere,
erbarme dich, shalom! (2x)

2) Ich seh, wie Dummheit dreist regiert,
mit frommen Schein legitimiert,
seh Hungertote, Kinder als Soldaten,
seh Bilder von Gewalt und Gräueltaten.
Warum bin ich so still und feig?
Warum versteck ich mich und schweig,
wenn Menschen töten, Männer Frauen schänden,
Geschöpfe leiden, Tiere jäh verenden?

3) Wer kann da sagen: Gott ist Tot?
Ist unsre Not nicht deine Not?
So steh und bei das wir die Liebe wagen,
und endlich aufhörn, dich ans Kreuz zu schlagen.

Text:
Melodie:
Bibelstelle: Psalm 10

Das Lied "Da, wo ich dein Gesicht einst fand" ist in folgenden Liederbüchern enthalten:

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