Gott wohnt in der Himmelshöhe    

1) Gott wohnt in der Himmelshöhe,
will, dass mein Sinn erhöhet stehe,
und suche das, was himmlisch heißt.
Gott hat aus Erde mich formieret,
mich selbst gebildet und gezieret,
mit dem eingehauchten Geist:
Mensch, siehe das wohl ein,
du sollst nicht irdisch sein
hier auf Erden.
Und bist du schon
aus Erd' und Ton,
stammt doch dein Geist von Gottes Thron.

2) Mein Herz, steig auf, und weiter gehe,
der ew'ge Aufgang aus der Höhe
hat dich erkauft mit seinem Blut.
Im Sündenfall warst du verdorben,
das ew'ge Licht hat dir erworben
dein vor verlornes Erb' und Gut.
Erwäge doch dies Heil,
o suche doch dein Teil
nicht auf Erden.
Dir steht bereit
die Ewigkeit,
die suche hier schon in der Zeit.

3) Mein Gott, du hast mich teu'r erkoren,
zur Ewigkeit mich neu geboren
durch deines ew'gen Geistes Kraft.
Dein Geist durchflammet mein Gemüte,
durchsüßt mein Herz mit ew'ger Güte,
schenkt Himmelskost und Nektarsaft.
Drum soll der Erden Lust
mir nicht mehr sein bewusst,
herz und Ohren
durchdringet schon
der süße Ton,
von Gottes ewgem Freudenthron.

Text:
Melodie: Wachet auf, ruft uns die Stimme