Setze dich, mein Geist, ein wenig    

1) Setze dich, mein Geist, ein wenig,
schau dies Wunder, ach, wie groß!
Sieh, dein Herr, der höchste König,
hängt am Kreuze nackt und bloß!
Sieh die Liebe, die Ihn triebe
zu Dir aus des Vaters Schoss!

2) Dass dich Jesus liebt von Herzen,
kannst du hier am Kreuze sehn;
schau, wie bittre Todesschmerzen
Ihm durch Leib und Seele gehn!
Wie die Schrecken Ihn bedecken,
wie Er schwebt in tausend Wehn!

3) Das sind meiner Sünden Früchte,
die, mein Heiland, ängsten Dich!
Diese schweren Zorngerichte,
ja, die Höll verdiente ich;
diese Nöte die Dich töten,
Sollt' ich fühlen ewiglich.

4) Doch Du hast für mich bekrieget
Sünde, Tod und Höllenmacht;
Du hast alle Feind besieget,
Gottes Willen ganz vollbracht
und daneben mir zum Leben
durch Dein Sterben Bahn gemacht.

5) Leib und Leben, Blut und Glieder
gibst Du alle für mich hin!
Sollt ich nicht dagegen wieder
geben was ich hab und bin?
Ich bin Deine ganz alleine;
Dir verschreib ich Herz und Sinn.

6) Zieh durch Deines Todes Kräfte
mich in Deinen Tod hinein!
Lass mein Fleisch und sein Geschäfte,
Herr, mit Dir gekreuzigt sein;
dass mein Wille werde stille
und die Liebe heiß und rein!

Text:
Melodie:

Das Lied "Setze dich, mein Geist, ein wenig" ist in 1 Liederbüchern enthalten:

  Cover Nummer Noten
Liederbuch Band 2 1032
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