Weicht, ihr finstern Sorgen    

1) Weicht, ihr finstern Sorgen!
Denn auf heut und morgen
sorgt ein andrer Mann.
Lasst mich nun mit Frieden!
Ich hab's dem beschieden,
der es besser kann. Schreit
die Welt gleich immer: "Geld!"
Ich will "Hosianna!" schreien,
glauben und mich freuen.

2) Der die Haare zählet,
dem kein Sperling fehlet,
der die Raben speist,
der hat mich geschaffen,
der bedarf kein Schlafen,
der ist nicht verreist.
Der den Sohn so lange schon
für mein Heil dahingegeben,
der ist noch am Leben.

3) Mir den Erben schenken
und sich noch bedenken,
wenn's am Brote fehlt,
das ist ohne Zweifel
ein Gedicht vom Teufel,
der die Herzen quält.
Bösewicht, begreifst du's nicht?
Der Sein Kind nicht abgeschlagen,
was wird der versagen?

4) Wenn ich Ihn erkenne,
meinen Herrn Ihn nenne,
wie Sein Geist mich lehrt,
so bin ich, der Sünder,
in der Zahl der Kinder,
die Er bitten hört.
Mein Gebet wird nicht verschmäht,
und nach überstandnen Proben
werd ich fröhlich loben.

5) Nun, so weicht, ihr Sorgen!
Denn auf heut und morgen
sorgt ein andrer Mann.
Ich will ruhig bleiben,
meine Arbeit treiben,
wie ich immer kann.
Christi Blut stärkt meinen Mut
und lässt mich in Not und Plagen
nimmermehr verzagen.

Text: (1752)
Melodie: (1715)
CCLI-Nr.: 5790661

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