Christliche Liederdatenbank    

Wenn endlich, eh es Zion meint

1) Wenn endlich, eh es Zion meint,
die höchst erwünschte Stund erscheint,
da Gott wird die Erlösung geben,
wenn er die Bande reißt entzwei
und machet die Gefangnen frei,
was Freude wird man da erleben!

2) Die plötzlich eingebrochne Zeit
und übergroße Seligkeit
wird über unsre Sinne gehen.
Wir werden sein als Träumende,
bestürzt, ob’s in der Tat gescheh
und wahr sei, was die Augen sehen.

3) Das Volk, so jetzo uns verlacht
und unsre Hoffnung gar nicht acht’t,
wird dann mit Reu bekennen müssen,
dass Jesu Reich nicht Fantasei
und süßer Traum gewesen sei,
wie sie es jetzt zu lästern wissen.

4) Die ganze Welt wird Zeuge sein,
wie Gott die Seinen wird erfreun
und wie ihr Hirte sie wird weiden.
Der Herr hat große Ding getan
an ihnen, wie man sehen kann.
Das wird man sagen bei den Heiden.

5) Vielmehr bei seinem Israel
wird der Erlösten Leib und Seel
dies große Halleluja singen:
Der Herr hat viel an uns getan,
des sind wir fröhlich. Jedermann
lass dieses ewiglich erklingen!

6) Es ist schon so sein Gnadenrat,
dass erst gescheh die Tränensaat,
eh man die Ernte seh der Freuden.
Jetzt tragen wir nach seinem Sinn
annoch den edlen Samen hin,
das Korn der Tränen und der Leiden.

7) Der Winter geht nun bald davon,
die volle Blüte zeigt sich schon.
Wie wenig Tage sind zu zählen,
so kriegt die Kirche Christi Luft,
bringt ihre Garben heim und ruft:
Ach unsre Hoffnung könnt nicht fehlen!

Den Liedtext und Noten findet man in folgenden Liederbüchern:

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