Johann Paul Astmann (* 24. Juni 1660 in Unterleinleiter/Oberfranken, † 20. März 1699 in Berlin) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer pietistischer Prägung und Lieddichter. Er besuchte die Gymnasien in Hof und Arnstadt. Ab 1677 nahm er ein Studium an der Universität Leipzig auf, das er 1678 an der Universität Jena fortsetzte. Ab 1684 war er Hofprediger in Oberkotzau bei Philipp Herzog von Holstein-Wiesenburg und übernahm im Jahr 1688 das Amt des Pfarrers in Diespeck. Ab 1692 war er Pfarrer in Coburg und zweiter Hofprediger in Bayreuth. In diese Zeit fällt auch seine Heirat mit Barbara Cordula von Lautter, die - katholisch getauft - angeregt durch eine Predigt Astmanns - zur lutherischen Konfession übergetreten war. Im Jahr 1693 stieg Astmann in Bayreuth zum Archidiakon, ersten Hofprediger und Konsistorialrat auf. Ab 1695 wirkte er als Diakon an der St. Nikolai-Kirche in Berlin, wo er mit 38 Jahren starb. Drei seiner Lieder sind im Halleschen Gesangbuch zu finden. Sein bekanntestes Lied ist das Ewigkeitslied 'Wann endlich, eh es Zion meint, die sehr'.
Quelle: Joachim Scherf: Autorenlexikon Band 1