Wie freut sich doch mein ganzer Sinn    

1) Wie freut sich doch mein ganzer Sinn,
dass ich ein Glied an Jesu bin,
obwohl noch schwach zu nennen.
Ich bin noch nicht so ganz erneut,
doch meine Unvollkommenheit
soll mich von ihm nicht trennen.
Ach, was ist das für ein Adel,
ohne Tadel fest zu glauben:
Jesum kann kein Feind mir rauben.

2) Wie fröhlich ist mir nun mein Herz!
Hinweg ist aller Sündenschmerz,
den ich so sehr empfunden.
Ich habe nun getrosten Mut,
ich bin durch meines Jesu Blut
der Sündenlast entbunden.
Lass mich künftig Ernst beweisen,
dich zu preisen und mein Leben
dir nun ganz zu übergeben!

3) O schade, dass noch in der Welt
so wengen dieser Herr gefällt!
O ewig großer Schade,
dass mancher, der ihn schon gekannt,
sich dennoch wieder abgewandt
von diesem selgen Pfade!
Kommt doch jetzt noch, ihr Verirrten
und Verdürrten, Jesu Triebe
sind noch gegen euch voll Liebe.

4) Herr, nimm doch alles von mir hin,
was sich nicht gleicht mit deinem Sinn,
und mache mich stets reiner,
von allen Ban den völlig los!
Mein Glaube werde stark und groß,
mein Herz durch Demut kleiner.
Lass mich herzlich mit Verlangen
an dir hangen, mit Vertrauen
auf dein Wort und Gnade bauen!

5) Ach, halte meine Augen wach,
dass ich nicht wieder nach
und nach in Trägheit mög geraten!
Vielmehr gib Herzensfreudigkeit,
dass ich dich preise jederzeit
mit Worten und mit Taten!
Jesu, mach du selbst mich treuer
und noch freier von der Sünde,
bis ich völlig überwinde!

Text:
Melodie: (1538), (1597)

Das Lied "Wie freut sich doch mein ganzer Sinn" ist in 1 Liederbüchern enthalten:

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