Wir haben unsre Hoffnung begraben    

1) Wir haben unsre Hoffnungen begraben
mit ihm, der nun seit Tagen tot da liegt,
ein so besondrer Mensch mit vielen Gaben:
Das Böse in der Welt hat ihn besiegt.

2) Drei Tage sind seit diesem Tag vergangen,
an dem er starb am Hügel Golgota,
verraten wie ein übler Dieb gefangen,
dann schändlich aufgehängt, wie jeder sah.

3) Mit ihm ist unser großer Traum verflogen,
wir flohn, in jede Windrichtung zerstreut.
Der Treueste von allen hat gelogen,
jetzt sind wir alle Waisen und voll Leid.

4) Wir wollten ihn ein letztes Mal noch ehren
und gingen hin zum Grab, ihn anzusehn,
ein letztes Mal, um mit uns selbst zu klären,
was aus uns werden soll, wohin wir gehn.

5) Wir stehen da, der Stein ist fortgeschoben
und keine Spur von ihm, das Grab ist leer,
und bange Blicke richten sich nach oben,
wir fragen Adonai: wo ist der Herr?

6) Ein Mann ist da, in Lichterglanz und Strahlen,
er weist nach draußen durch die offene Tür,
er spricht, wie um die Zukunft neu zu malen:
der Herr ist auferstanden, ist nicht hier!

Text:
Melodie:
Tags: OsternAuferstehung

Das Lied "Wir haben unsre Hoffnung begraben" ist in 1 Liederbüchern enthalten:

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