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Predigten zu 1. Könige 19,18

"Aber ich habe 7000 in Israel übriggelassen, alle die Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküßt hat."

Autor: Alfred Christlieb (* 26.02.1866; † 21.01.1934) deutscher Theologe
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"Elia sprach: "Ich habe geeifert um den Herrn und bin allein übriggeblieben."

Es war für Elias schwer, sich in die so jäh gewandelten Verhältnisse hineinzufinden. Wo war da Gottes Führung? Elia erkannte sie nicht. Gott aber kannte das rechte Heilmittel für seinen Knecht. Er bewegte ihn, sein ganzes Herz vor Gott auszuschütten. Und das war es, was Elia nottat. - Für alle, die in ähnlicher Lage sind, gilt es, den Rat des Psalmwortes zu befolgen: "Liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus!" Er ist der rechte Vater über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden (Ps. 62, 8 Eph. 3, 15). Wenn die traurigen Emmausjünger dem Heiland die Ursache ihrer Niedergeschlagenheit erzählen, wenn Johannes der Täufer seine Zweifelsfragen vor Jesu kundwerden lässt; wenn Mose zu Gott schreit und seinen Kummer ihm offenbart (2. Mose 15, 25; 17, 4; 4. Mose 16, 4), wenn Hiskia den Drohbrief Sanheribs vor Gott ausbreitet (2. Kön. 19, 14), dann sind diese alle auf dem rechten Weg. Wie mancher fühlte sich schon ganz erleichtert, wenn er einem treuen Gottesmann seine Not erzählen konnte. Wieviel mehr ist das der Fall, wenn wir dem Vaterherzen Gottes alles offenbaren! - Er ist der Gott alles Trostes. Er gibt dem Elia einen Blick, der ihn wunderbar stärkt. Elia steht doch nicht allein da! Siebentausend Getreue sind noch um ihn her im Land. Gott kennt sie. Ähnlichen Trost hat Gott oft gespendet. Abraham findet im götzendienerischen Kanaan einen Melchisedek! Josuas Kundschafter finden in Jericho eine Frau, die Glauben hat an den Gott Israels. Jeremia erlebt, dass ein Mohr ihn in Gottes Auftrag rettet (Jer. 38 ff.). Paulus lernt am Hofe Neros Gotteskinder kennen und in der üppigen Weltstadt Korinth hat Gott ein "großes Volk".