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Predigten zu 1. Könige 22,49

"Josaphat baute Tarsisschiffe, um nach Ophir zu fahren und Gold zu holen; aber man fuhr nicht, denn die Schiffe wurden bei Ezjon-Geber zertrümmert."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Josaphat hatte Schiffe machen lassen aufs Meer, die in Ophir gehen sollten, Gold zu holen. Aber sie gingen nicht; denn sie wurden zerbrochen zu Ezeon-Geber."

Salomos Schiffe waren stets glücklich zurückgekehrt, aber die Fahrzeuge Josaphats erreichten das Goldland nie. Die Vorsehung begünstigt den einen, und vereitelt die Wünsche eines andern bei derselben Gelegenheit und an demselben Ort; dennoch ist der große Weltregierer allezeit gleich gut und weise. Gott gebe uns jetzt im Hinblick auf unsre heutige Schriftstelle die Gnade, dass wir Ihn ebenso preisen können für die zu Ezeon-Geber zerbrochenen Schiffe, wie für die mit zeitlichem Segen reichbefrachteten Fahrzeuge; wir wollen die Begünstigten nicht beneiden, über unsre Verluste nicht trauern, wie wenn wir vor andern und allzu hart heimgesucht würden. Wir können wie Josaphat angenehm sein vor Gottes Angesicht, wenngleich unsre Anschläge misslingen. Der verborgene Grund der Verluste Josaphats verdient unsre Beachtung, denn er ist die Wurzel gar mancher Leiden der Kinder Gottes; es war seine Verbindung mit einer sündebeladenen Familie, seine Gemeinschaft mit Gottlosen. Aus 2 Chr. 20, 37 entnehmen wir, dass der Herr einen Propheten sandte, welcher verkündigte: "Darum, dass du dich mit Ahasja vereinigt hast, hat der Herr deine Werke zerrissen." Das war eine väterliche Züchtigung, welche ihm zum Segen dienen musste; denn wir erfahren 1 Kön. 22, 50, dass er seinen Knechten nicht mehr gestattete, mit den Knechten des gottlosen Königs in Schiffen zu fahren. Wollte Gott, dass Josaphats Erfahrungen den übrigen Gotteskindern zur Warnung dienten, auf dass sie sich nicht mit Gottlosen zusammen ins Joch spannen lassen! Ein Leben voller Elend und Jammer wird gewöhnlich denen zuteil, die sich in der Ehe oder in andrer selbsterwählter Weise mit den Kindern dieser Welt vereinigen. Ach, was ist es doch Herrliches um eine solche Liebe zu Jesu, in der wir, gleich Ihm, heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert sind; denn wenn das nicht ist, so werden wir oft hören und erfahren müssen: "Der Herr hat deine Werke zerbrochen."Wahre Treu' kommt dem Getümmel Dieser Welt niemals zu nah; Denn ihr Schatz ist in dem Himmel, Drum ist auch ihr Herz allda."