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Predigten zu 1. Könige 22,8

"Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann da, um durch ihn der HERR zu befragen; aber ich hasse ihn, denn er weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur Böses: Micha, der Sohn Jimlas. Und Josaphat sprach: Der König spreche nicht also!"

Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Es ist nur noch einer da, durch den man den Herrn befragen könnte; aber ich hasse ihn, denn er weissagt mir nichts Gutes: Micha, der Sohn Jimlas."

Besessenheit ist etwas Furchtbares. Wer lügt, täuscht andere und ist sich seines Lügens bewusst. Wer aber besessen ist, hat sich selbst getäuscht und weiss nicht, dass er lügt; er hat sich aus dem Bereich seines Gewissens soweit fortbewegt, dass das Licht, das in uns ist, Finsternis wird; mit einem Wort, er hat die Wahrheit ausgesperrt. In diesen Zustand gerät man dadurch, dass man sich für die Finsternis entschieden hat. "Wer Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht."Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft, dass sie der Lüge glauben" (Johannes 3,19 ff.; 2. Thessalonicher 2,11). Und so sind die Besessenen am Ende wahrhaftig; sie sind dahin gekommen, an das, was sie tun, zu glauben! (Auch Saul von Tarsus glaubte ehrlich, etwas Gutes zu tun, als er die Gemeinde verfolgte.)

Wie werden wir davon befreit? Nur durch eines: durch das Licht. "Wer die Wahrheit tut, kommt zum Licht." Es bedarf dazu keines weiteren Wirkens Gottes. Manchmal werde ich gefragt: "Warum spricht man immer so viel von Erleuchtung? Warum betonen wir nicht das Wirken Gottes, das uns befreit?" Darauf antwortete ich: "Weil das befreiende Wirken darin besteht, dass er uns erleuchtet." Auf Grund der Erleuchtung erkannte Saul, dass er ein Lästerer war. Durch sie kam Hiob dahin zu sagen: "Nun hat dich mein Auge gesehen, darum verabscheue ich mich und bereue." Gott macht, dass wir sehen, und das genügt.