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Predigten zu 1. Könige 8,11

"und die Priester vermochten wegen der Wolke nicht dazustehen, um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus der HERRs."

Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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Welch eine Stunde! Salomo hat dem lebendigen Gott ein Haus gebaut. Viel Eifer und Fleiß, Geld und Schätze hat er an dies Haus gerückt. Nun ist es fertig. Der Tag der Einweihung ist gekommen. Viel Volk ist versammelt.

Und da geschieht es: „Da erfüllte die Wolke das Haus des Herrn, dass die Priester nicht konnten stehen und des Amts pflegen vor der Wolke; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn." – Dieser Tempel ist zerfallen. Eine Moschee des falschen Propheten Mohammed steht an seiner Stelle und zeugt von dem ernsten Gericht Gottes, das über diesen Tempel und über ein abtrünniges Volk ging. Aber einen neuen, herrlicheren Tempel hat Gott sich am Pfingsttage erbaut: Das ist die Gemeinde Jesu Christi. In diesem Tempel ist Jesus Christus der Eckstein. „Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus" (1. Korinther 3, 11).

Die Fundamente sind die Zeugnisse der Apostel und Propheten in der Heiligen Schrift. „Gebaut auf den Grund der Apostel und Propheten" ist dieser neue Tempel Gottes (Epheser 2, 20). Und wir sind auch dazu berufen: „Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichen Hause" (1. Petrus 2, 5). In diesem Tempel will Gott wohnen. Ja, Er, der schon den alttestamentlichen Tempel erfüllte mit Seiner Herrlichkeit, Er will noch vielmehr, dass dieser neutestamentliche Tempel, Seine Gemeinde, ein geistliches Haus Seiner Herrlichkeit sei. Gottes Herrlichkeit unter uns! Die Gemeinde Jesu erfüllt mit Seiner Herrlichkeit! Amen.