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Predigten zu 1. Korinther 15,58

"Daher, meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, allezeit überströmend in dem Werke des Herrn, da ihr wisset, daß eure Mühe nicht vergeblich ist im Herrn."

Autor: William MacDonald (* 07.01.1917; † 25.12.2007) US-amerikanischer Prediger der Brüdergemeinden
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"Daher, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, allezeit überströmend in dem Werk des Herrn, da ihr wisst, dass eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist."

In unserem gestrigen Text kam ein Mann vor, der in seinem Dienst für den Herrn so entmutigt wurde, dass er alles aufgeben wollte. Ich nehme an, dass die meisten von uns zu irgendeiner Zeit auch schon vor dieser Versuchung gestanden haben. Daher möchte ich heute vier Abschnitte aus der Bibel vorstellen, die einmal eine wesentliche Ermutigung für mich gewesen sind und mich davor bewahrt haben, die Flinte ins Korn zu werfen.

Der erste lautet: "Ich aber sagte: Umsonst habe ich mich abgemüht, vergeblich und für nichts meine Kraft verbraucht. Doch mein Recht ist bei dem Herrn und mein Lohn bei meinem Gott" (Jesaja 49,4). Es gibt Momente, wenn auch zum Glück sehr selten, in denen lange Jahre des Dienstes für den Herrn sich in Nichts aufzulösen scheinen. Es sieht dann so aus, als ob alle unsere Arbeit ganz und gar umsonst gewesen wäre. Alles scheint "vergebliche Liebesmüh" gewesen zu sein. Aber das ist nicht so! Unser Bibelvers versichert uns, dass Gottes Gerechtigkeit dafür sorgen wird, dass wir königlich dafür belohnt werden. Denn nichts, was wir jemals für Ihn getan haben, ist vergeblich gewesen.

Den zweiten Abschnitt finden wir in Jesaja 55,10.11: "Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel herabfällt und nicht dahin zurückkehrt, er habe denn die Erde getränkt und befruchtet und sie sprossen gemacht, und dem Säemann Samen gegeben und Brot dem Essenden; also wird mein Wort sein, das aus meinem Munde hervorgeht, es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe." Den Menschen, die damit zu tun haben, das lebendige Wort Gottes auszuteilen, wird zugesichert, dass sie damit auch Erfolg haben werden. Es gibt Garantien für Ergebnisse. Es kann keinen absoluten Fehlschlag geben, Sein Wort ist unwiderstehlich. So wie die Armeen der Erde machtlos sind gegen den fallenden Regen oder Schnee, so können auch alle Heerscharen von Dämonen und Menschen nicht das Wort Gottes aufhalten, das weiterläuft und dramatische Veränderungen im Leben von Menschen hervorbringt. Wir stehen auf der Seite des Gewinners.

Auch im Neuen Testament stehen bemerkenswert ermutigende Worte: "Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat" (Matthäus 10,40). Bist du schon einmal angeschnauzt worden, weil du dich als Christ zu erkennen gegeben hast? Oder geächtet oder verspottet oder schlecht behandelt worden? Hat dir schon einmal jemand die Tür vor der Nase zugeschlagen? Nimm das alles nicht zu persönlich. Wenn die Leute dich abweisen, dann lehnen sie in Wirklichkeit den Heiland ab. Die Art, wie die Leute mit dir umgehen, ist dieselbe, mit der sie den Herrn behandeln. Wie wunderbar ist es doch, so eng mit dem Sohn Gottes verbunden zu sein!

Und schließlich gibt es natürlich auch noch den Vers, der heute über unserem Text steht. Paulus hat gerade vorher von der Wahrheit der Auferstehung gesprochen. Jenseits des Grabes liegt die ewige Herrlichkeit. Alles, was wir im Namen des Herrn getan haben, wird dann belohnt werden. Es wird sich erweisen, dass kein einziger liebevoller Dienst fruchtlos oder umsonst gewesen ist.


Autor: Carl Olof Rosenius (* 03.02.1816; † 24.02.1868) schwedischer Laienprediger und Initiator einer neuevangelischen schwedischen Erweckungsbewegung

"Seid fest, unbeweglich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn!"

Vielleicht bist du, der du dieses liest, so glücklich, zu einem Nachfolger Jesu "aus der Welt erwählt" zu sein, so glücklich, jetzt in einer innigen Vereinigung mit deinem Heiland zu stehen. "Halte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme!" Der Teufel hat uns den Tod geschworen und geht umher bald als ein brüllender Löwe, bald als ein Engel des Lichts. Viele, die "im Geist anfingen, vollendeten im Fleisch", bald durch die Welt und ihre Lüste, von welchen sie aufs neue gefesselt wurden, als sie im Streit und in der Kreuzigung des Fleisches ermüdeten und sich aufs neue in den Dienst der Sünde begaben, bald dadurch, dass sie durch eine mächtige und hartnäckige Versuchung in Verzweiflung gerieten; bald durch die bezaubernde Macht neuer Lehren, durch die sie von der Einfalt in Christus weggeführt wurden und durch die das Leben starb; bald durch Hochmutseinbildungen, die der Tod aller innewohnenden Gnade sind.

Es gibt Abgefallene, die geradezu zur Welt und zur Sünde zurückkehren und mit dem Wort Gottes nicht mehr umgehen. Andere dagegen behalten einen Schein der Gottesfurcht, aber es ist kein Geist in ihnen, kein Leben, kein Bedürfnis nach der Gnade und dem Evangelium, sondern nur "die Form zu wissen, was recht ist im Gesetz."Es wäre ihnen besser, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten, und es ist mit ihnen das letzte ärger geworden denn das erste."

Bitte Gott, dich in Gnaden vor einem so unglückseligen Ende zu bewahren! Erkenne die Wichtigkeit der Ermahnung des Apostels: "Seid fest, unbeweglich!" Sei fest im Glauben! Halte täglich Freundschaft mit deinem Heiland! Lass dir nichts so angelegen sein, als jeden Tag der Freundschaft deines Gottes vergewissert zu sein und stets in Christus erfunden zu werden! Sei fest in der Liebe und in "der Übung der Gottseligkeit", auf dass du dich nicht ermüden lässt, weder durch die Bosheit und Undankbarkeit der Menschen noch durch dein eigenes Fleisch; und dass du nicht schlaff und nachlässig wirst, wenn der Kampf sehr hart und langwierig wird! Halte noch eine kleine Zeit mit der Kreuzigung des Fleisches aus! Jetzt gilt es, jetzt wird um die Krone gekämpft. "Sei getreu", spricht der Herr, "sei getreu bis an den Tod, so will Ich dir die Krone des Lebens geben!" Sei fest in der Hoffnung und in der Geduld auch unter einem bitteren Kreuz und Leiden! Halte aus, jetzt gilt es! Es ist nur um eine kleine böse Zeit zu tun. Abfallen kann man leicht; beharren aber und die Himmelsburg einnehmen, das erfordert Kampf.

"Fest, unbeweglich", sagt der Apostel. Bleibe "unbeweglich" bei dem alten Worte! Lass dich nicht wägen und wiegen von allerlei Wind der Lehre, etwa wie das biegsame Rohr, das vom Winde hin- und hergetrieben wird! Wir leben in einer Zeit, in der alle möglichen Neuerungen im Geistlichen feilgeboten werden. Der eine kommt mit diesem, der andere mit jenem hervor, und die Menschennatur ist so, dass das Alte bald geschmacklos und von keinem Wert mehr ist; während das Neue reizt. Hüte dich, der Art dieser Natur zu folgen! Bilde dir nicht ein, dass dich niemand irreleiten könnte, oder dass du selbst stets das, was recht oder unrecht ist, würdest merken können! Sei auch nicht so undankbar gegen den göttlichen Geist und die göttliche Wahrheit, die dich von neuem geboren haben, so dass du eine andere Lehre für noch besser ansehen würdest, oder dass demjenigen, der schon "in Christus ist", etwas "Neues" vonnöten sei! Der Apostel sagt: "Ihr seid vollkommen in Ihm". Willst du jetzt deinen Gnadenstand mit einem neuen, eigenen Werk vervollkommnen? Wie willst du dann deinem Heiland antworten, wenn Er fragt: "Warst du nicht schon in Mir selig?"Wir sollen nicht mehr Kinder sein und uns wägen und wiegen lassen von allerlei Wind der Lehre."Wie ihr angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so wandelt in Ihm - seid gewurzelt und erbaut in Ihm, und seid fest im Glauben, wie ihr gelehrt seid, und seid in demselben reichlich dankbar!"

"Und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn!" Sei mehr und mehr fleißig im Dienst des Herrn in der kleinen Zeit, die du noch im Fleische leben wirst, auf dass du nicht in geistlicher Trägheit "dir selbst lebst, sondern dem, der für uns gestorben und auferstanden ist!" In allem, womit du die Ehre des Herrn oder die Wohlfahrt Seiner Teuererkauften fördern kannst, musst du fleißig und redlich deine Dienste erweisen und weder ermüden noch im Guten abnehmen, sondern im Gegenteil nur um so fleißiger darin werden. Viele fangen so verheißungsvoll an, mit freudigem und willigem Gemüt dem Herrn und den Brüdern zu dienen; nach einigen Jahren aber sind sie schlaff und kalt, da ist keine treibende Lust und Kraft mehr vorhanden. Das ist ein trauriger Ausgang eines so schönen Anfangs. Lasst uns darum aufwachen und uns ernstlich hüten, dass die Natur uns nicht betrügt! "Lasset uns Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören." Aber, "wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten." Deine Arbeit im Herrn ist also nicht vergeblich. Wache auf, besinne dich! Wir sind nicht klugen Fabeln gefolgt. Es kommt noch, nämlich "Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken nach dem ewigen Leben trachten."

Wenn der Abend bricht herein, Dann stellt man das Wirken ein; Weil der Herr wirkt, wirkt man auch; Das ist so der Jünger Brauch.


Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Nehmet immerdar zu in dem Werk des Herrn."

Excelsior! Höher hinauf! Das ist der Wahlspruch des wahren Christen. Es soll keinen Stillstand geben in seinem Lauf. Stillstand ist Rückgang. Unaufhaltsam fließt der Strom der Zeit. Unaufhaltsam rauscht das Leben dahin. Jedes Jahr bringt den Menschen näher zum Ziel, entweder ewiger Freude, oder ewiger Gottferne.

Ist einmal in der Erleuchtung und Kraft des Heiligen Geistes die Richtung himmelwärts eingeschlagen, so gilt es, mit ganzem Ernst fortfahren auf dem Wege: höher hinauf, tiefer herab, näher, mein Gott, zu Dir, näher zu Dir! Einige Gottesworte bezeichnen, wie Lichtstrahlen, diesen köstlichen Weg.

Gnade um Gnade (Joh. 1, 16). Von Glauben in Glauben (Röm. 1, 17). Von Kraft zu Kraft (Ps. 84, 8). Von Sieg zu Sieg (Ps. 84, 8). Von Klarheit zu Klarheit (2. Kor. 3, 18). Mehr und mehr Lob (Ps. 71, 14). Mehr und mehr Liebe und Erkenntnis (Phil. 1, 9). Mehr und mehr Zunehmen im Werk des Herrn (1. Kor. 15, 58).

Lasst uns forschen und prüfen unser Wesen! Lasst uns unser Herz samt den Händen aufheben zu Gott im Himmel! Lasst uns laufen auf dem Weg seiner Gebote!

Dort wird's tönen Bei dem Krönen: Gott ist's, der es schafft!


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Das Wichtigste: Eure Namen sind im Himmel angeschrieben

Wer im aktiven christlichen Dienst steht, muss sich vor zwei Fallgruben in Acht nehmen: vor der Überheblichkeit, die mit dem Erfolg einherkommt, einerseits und vor der Mutlosigkeit, wenn man versagt, andererseits. Das mag einigen trivial erscheinen. Aber die Geschichte des christlichen Dienstes bestätigt solche Meinung nicht. Diese Fallgruben sind äußerst gefährlich, und man sollte vor ihnen sehr auf der Hut sein. Die Jünger kehrten voller Begeisterung zu Jesus zurück und sagten: »Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen!« Und Er erinnerte sie schnell an ein anderes Wesen, dem auch der Erfolg zu Kopfe gestiegen war. »Ich schaute den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen«, sagte Er. »Darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind; freut euch aber, dass eure Namen im Himmel angeschrieben sind.« Die zweite der beiden Gefahren braucht nicht lange erörtert zu werden. Jeder Diener des Evangeliums weiß, wie schwer es ist, geistlich zu bleiben, wenn die eigene Arbeit fruchtlos zu sein scheint. Doch wird von ihm erwartet, sich Gottes in einem schlechten Jahr genauso zu rühmen, wie wenn er großen Erfolg hatte, und sich ganz fest auf die Versicherung des Paulus zurückzulehnen, dass »eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn«.