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Predigten zu 1. Petrus 1,4

"zu einem unverweslichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, welches in den Himmeln aufbewahrt ist für euch,"

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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"... zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil"

Dein ewiges Erbteil kann dir nie geraubt werden.

Trotz der Sicherheiten von Bankkonten, Aktien, Pfandbriefen und Tausenden von anderen Anlagemöglichkeiten, geht jeder irdische Besitz schließlich verloren. Wenn er nicht gestohlen wird oder seinen Wert bei einem Börsenkrach oder einer Rezession verliert, wird der Tod dich davon scheiden. Das ist unausweichlich! Darum sagt der Herr: "Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motten oder Rost zerstören und wo Diebe durchgraben und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost zerstören und wo Diebe nicht graben noch stehlen!" (Mt. 6,19-20).

Der Einfluss der Sünde wirkt sich nicht nur auf die Finanzen aus - er beeinflusst alles. Paulus sagt: "Die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen ... auf Hoffnung hin, dass auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt" (Röm. 6,20-22). Nichts auf Erden entrinnt der Zerstörungsmacht der Sünde.

Aber unser ewiges Erbteil gleicht nicht den irdischen Schätzen. Es ist unvergänglich, unbefleckt und unverwelklich (1. Petr. 1,4). "Unvergänglich" bedeutet, es ist unzerstörbar und nicht dem Verfall preisgegeben. Das hier verwendete griechische Wort beschreibt ein Land, das nie überfallen oder von einem einmarschierenden Heer geplündert wurde. Das bedeutet: Dein geistliches Erbteil ist sicher und kann von keinem Eindringling zerstört werden - nicht einmal von Satan selbst. "Unbefleckt" heißt: nicht von Sünden besudelt. Mit "unverwelklich" ist eine Schönheit gemeint, der die Zeit nichts anhaben kann. Petrus braucht dasselbe Wort in 1. Petrus 5,4, um den unverwelklichen Siegeskranz der Herrlichkeit zu beschre iben, den treue Hirten von Christus bei Seiner Wiederkunft verliehen bekommen.

Dein Erbteil ist einzigartig unter allen Schätzen. Niemand kann es stehlen und nichts kann es verderben oder in irgendeiner Weise verringern. Es ist dein Eigen und du kannst es bis in alle Ewigkeit bis zum Äußersten geniessen. Lass dich nicht von der Freude an diesem ewigen Reichtum abhalten, indem du vergänglichen Dingen nachjagst.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Gottes Nutznießer

Der Heilige Geist macht in der Heiligen Schrift durchweg klar, dass alles, was Gott tut, dazu dient, etwas Neues vorzubereiten, das Er plant. Wenn daher Gott einen Mann oder eine Frau erwählt, bedeutet das nicht, dass er bzw. sie sich hinsetzen und leichtfertig sagen könnte: »Ich habe mein Ziel erreicht! Setze hier einen Punkt und überschreibe meine Erfahrung mit: >Am Ziel!<.«

Nein, so nicht! Gott bezieht uns in seine Pläne und Vorhaben ein, und was auch immer vor uns liegt: Es ist größer als das, was hinter uns liegt. Petrus benutzt hier keine bildliche Redeweise. Er sagt klar, dass seine verfolgten Brüder Gläubige in Jesus Chris- tus sind, erwählt und von oben geboren! Gottes Erwählung und Wiedergeburt waren Maßnahmen, die zu einer Hoffnung und zu einem Erbe führten - ein wahrhaft gläubiger Christ genießt tatsächlich die Wohltaten Gottes!

Das ist weder ein Bild noch eine poetische Ausdrucksweise. Von i. Mose an bis zur Offenbarung des Johannes lehrt die Bibel freiheraus: Weil Gott der ist, der Er ist, darum sind seine Wohltaten unendlich und unbegrenzt!