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Predigten zu 1. Petrus 2,12

"indem ihr euren Wandel unter den Nationen ehrbar führet, auf dass sie, worin sie wider euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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LEBEN IN EINER FEINDLICHEN WELT

V ielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber als Christ in dieser Welt zu leben, gleicht dem Leben eines Fremden, der hier keine Staatsbürgerschaft und kein permanentes Zuhause besitzt. Petrus bezeichnet die Gläubigen als „Fremdlinge und Wanderer“ (1. Petrus 2,11). Du solltest dich selbst als einen Bürger „auf Zeit“ betrachten und folglich die Gottlosigkeit dieser Welt meiden.

Angesichts der wachsenden Feindlichkeit in unserer Gesellschaft gegenüber Christen ist es wichtig, dass wir diese Sicht bewahren. Für viele Ungläubige stellt der unmoralische Lebenswandel eine alternative Lebensform dar, und sie glauben, dass der Mensch jedes Mittel wählen kann, um seine Probleme zu lösen. Alles ist legitim.

Um in einer solchen Gesellschaft (über-)leben zu können, müssen wir unsere Zuversicht auf die Macht der Gerechtigkeit setzen und darauf vertrauen, dass die Gerechtigkeit über Verfolgung und Leid triumphieren wird. In Zeiten der Feindseligkeit sollst du Vertrauen fassen und dich nicht vom Zeitgeschehen und Aufruhr überrumpeln lassen.


Autor: Ludwig Hofacker (* 15.04.1798; † 18.11.1828) deutscher evangelischer Pfarrer
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Warum stehlen so viele nicht? Warum betrügen sie nicht? Warum morden sie nicht? Warum brechen sie nicht die Ehe? Warum fluchen und schelten sie nicht? Was hindert sie daran? Die bürgerliche Ordnung. O, wenn die lieben Gesetze nicht wären, die Welt würde eine wahre Mördergrube und Hölle werden! Es ist wahr, es gibt auch andere Menschen, welche durch einen besseren Sinn von diesen Sünden abgehalten werden; sie denken edler, sie genossen eine bessere Erziehung, sie würden sich solcher Sünden schämen; die Rücksicht auf ihre Ehre, auf ihr Vermögen, auf ihr Ansehen, auf ihr Amt, auf ihre Reputation, oder ihr von Natur stillerer und sanfterer Charakter hält sie von groben und schändlichen Handlungen ab. Solche Be- weggründe, ob sie gleich in der Stunde der Versuchung, wenn es darauf ankommt, nicht Stand und Stich halten, sind allerdings edler als die ersten; aber das ist doch noch nicht die rechte Triebfeder, warum wir einen guten Wandel führen sollen unter den Menschen. Ein wiedergeborener Mensch hat in sich ganz andere Grundgedanken von dem äußeren frommen Wandel. Ein Christ hat einen anderen Bewegungsgrund; der Apostel nennt ihn: »... damit die, die euch verleumden als Übeltäter, eure guten Werke sehen und Gott preisen am Tag der Heimsuchung.« Ein Christ will und tut alles zur Ehre Gottes, zur Verherrlichung des großen Namens Jesu, der ihn erkauft und geliebt hat mit ewiger Liebe. Und ob er auch durch die Schwachheit des Fleisches aus dieser Übung fiele, so rafft er sich doch immer wieder auf und sucht den Heiland aufs neue und legt sich ihm mit allen seinen Übertretungen immer wieder zu Füßen und sucht ein ganz neues Herz zu erhalten durch die Kraft des teuren Jesunamens, durch sein Verdienst und Leiden. So überwindet er auch die äußeren Reizungen zur Sünde in der Liebe Christi, daß diesem keine Schande, sondern vielmehr Ehre gemacht werde in einer argen Welt, die ihn verachtet, die ohnedies geschäftig genug ist, alle Fehler, die sie an den Jüngern des Heilands bemerkt, aufzuzählen.

Mein Friedefürst, vermähle dich mit meinen innern Sinnen; beherrsche mehr als königlich mein sämtliches Beginnen! So bin ich dir je mehr vereint, je mehr dein Licht ins Herze scheint.

Indessen soll auf deinen Ruf mein Herz dir willig dienen, und dir, der mich für sich erschuf, soll auch die Hütte grünen. Es wisse, wer es wissen kann, ich bin des Heilands Untertan.