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Predigten zu 2. Korinther 7,5

"Denn auch als wir nach Macedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern allenthalben waren wir bedrängt; von außen Kämpfe, von innen Befürchtungen."

Autor: Martin Luther (* 10.11.1483; † 18.02.1546) theologischer Urheber der Reformation
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Streit und Furcht

Hier beginnt der Kampf mit dem leidigen Satan, der wie überall Christus widersteht und gern verhindern will, dass man irgendwo das Evangelium hören und glauben und danach leben und tun kann. Er hindert auch dies Werk des freudigen, anhaltenden Gebets und lässt es nur mühsam dazu kommen. Der Teufel weiß sehr wohl, welche Macht und welchen Einfluss das Gebet hat und dass es keine stärkere Waffe und Gewalt für die Christen gegen alle seine Anfeindungen gibt. Ich rede jetzt nicht von denjenigen, die keine Christen sind, denn die können gar nicht recht beten, es sei denn, dass sie den Psalter gedankenlos aufsagen und dabei schnattern, wie die Gänse ihr Haferstroh fressen. Aber auch den wahren Christen wird es über die Maßen schwer, richtig zu beten. Darum haben etliche der alten Kirchenväter gesagt, es sei keine Arbeit auf Erden so schwer wie richtiges Beten. Denn obwohl das Predigtamt auch große Mühe und Sorge mit sich bringt, so hat es doch den Vorteil für sich, dass wenn ich auch nicht geschickt und würdig zum Predigen bin, mich doch die Bibel in der Hand mutig macht, auf Gottes Ruf hin meinem Nächsten zu sagen: »Lieber Freund, da steht’s, da hörst du nicht mein, sondern Gottes Wort. Ich sage das nicht meinetwegen, sondern dir zum Heil und zur Seligkeit.« Und wenn ich das gesagt habe, so habe ich das Meine getan. Lass jeden darauf antworten, ob er es annimmt oder nicht.