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Predigten zu 2. Mose 16,21

"Und sie sammelten es Morgen für Morgen, ein jeder nach dem Maße seines Essens; und wenn die Sonne heiß wurde, so zerschmolz es."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Sie sammelten aber Man alle Morgen."

Trachte danach, dass du das Gefühl deiner gänzlichen Abhängigkeit von des Herrn Wohlwollen und Wohlgefallen zur steten Erneuerung deiner reichsten Freude wach erhaltest. Lass dir nie einfallen, vom alten Manna leben zu wollen, noch sehne dich nach Hilfe von dem Ägypten dieser Welt. Alles muss von Jesu kommen, sonst bist du in Ewigkeit verloren. Ein altes Salböl ist nicht imstande, dir die rechte Salbung des Geistes zu gewähren; dein Haupt bedarf frisches Öl, das darauf muss ausgegossen werden aus dem goldenen Horn des Heiligtums, sonst geht es aller Herrlichkeit verlustig. Heute bist du vielleicht auf dem Gipfel des Berges Gottes, aber der dich dorthin gebracht hat, muss dich auch dort erhalten und bewahren, sonst sinkst du schneller wieder zurück, als du dir nur träumen lässest. Dein Berg steht nur dann fest, wenn Er ihn auf der richtigen Stelle gründet; verbirgt Er aber sein Antlitz, so wirst du bald von Trübsal getroffen werden. Wenn der Heiland sieht, dass es zu deinem Besten notwendig ist, so gibt's kein Fenster, durch welches du das Blau des Himmels erblickst, dass Er nicht im Augenblick verdunkeln kann. Josua hiess die Sonne stille stellen, aber Jesus kann sie in dickste Finsternis verwandeln. Er kann deinem Herzen jeden Freudenstrahl entziehen, deinem Auge jeden Lichtblick, deinem Leben jede Kraft und Regung; in seiner Hand allein liegt all dein Trost, und auf seinen Wink entschwindet er dir. Der Herr will mit Absicht, dass wir diese stündliche Abhängigkeit von Ihm fühlen und erkennen, denn Er allein ist's, der uns gestattet zu bitten um "unser tägliches Brot," und Er allein verheißt, "dass unser Alter sei wie unsre Jugend." Ist's nicht am allerbesten für uns, dass es so ist, auf dass wir recht oft vor seinem Gnadenthron erscheinen, und beständig erinnert werden an seine Liebe? O, wie reich ist doch die Gnade, die so unaufhörlich darreicht, und sich nicht vor unsrer Undankbarkeit verbirgt! Der goldene Regen höret nimmer auf, die Segenswolke schwebt allezeit über unsrer Wohnung. O Herr Jesu, wir werfen uns vor Dir nieder und bekennen, dass wir untüchtig sind ohne Dich zu allem Guten, und bei jedem Gnadengeschenk, das Du uns gibst, beten wir Deinen heiligen Namen an und preisen Deine unerschöpfliche Liebe, die uns mit dem besten Weizen speiset, und mit Honig aus dem Felsen sättiget.