10.800 biblische Andachten und Predigten von Spurgeon, MacArthur, MacDonald, Christlieb, Eichhorn, Hofacker, Zinzendorf, Luther uvm.

Predigten zu 2. Mose 7,5

"Und die Ägypter sollen erkennen, daß ich Jehova bin, wenn ich meine Hand über Ägypten ausstrecke und die Kinder Israel aus ihrer Mitte herausführe."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Die Ägypter sollen es inne werden, dass Ich der HERR bin

Durch die erlösende Kraft, mit der Jehova Israels Heere von den Ziegelfeldern der Sklaverei auf den Freiheitsboden setzte, sollte eine so großartige Erweisung Seiner Liebe, Seines Erbarmens, Seiner Macht geschehen, wie sie die Welt noch nie gesehen hatte. Ägypten und die umliegenden Völker sollten am Auszug Israels, dessen Gott erkennen, als den König und Erlöser der Seinen.

1. Ist es nicht auch so mit der Gemeinde Jesu?

Der Apostel sagt uns, dass die erlöste Menschheit der Gegenstand der Freude und Verwunderung der Engel sei. „Den Fürstentümern und Herrschaften in dem Himmel soll kund werden an der Gemeine die mannigfaltige Weisheit Gottes.“ Wenn Gott alle Seine erlösten Scharen aus der ägyptischen Knechtschaft dieser Welt hindurchgebracht haben wird, zum Glanz des ewigen Morgens, dann wird es durch alle Himmelsräume erschallen: „Groß und wundersam sind Deine Werke; gerecht und wahrhaftig sind Deine Wege.“

2. Ist es nicht auch so mit jedem einzelnen Kinde Gottes?

Ein jedes ist für Jesum da, um Sein Lob zu verkündigen. Wir sollen durch die Reinheit und Einfalt unsers Wandels, durch die Entsagung der uns anklebenden Verderbnis der Welt und des Fleisches, durch unsre Geduld in Trübsal, unsre Ergebung und unveränderliche Hoffnung, durch unsre Opferwilligkeit für andere, das darstellen, was Jesus ist, und was Er aus sündigen Menschen machen kann.

Die Jünger Jesu sind die Bibeln, die von der Welt gelesen werden und wodurch diese den HErrn selbst erkennen lernen soll. Seien wir doch darauf bedacht, dass unsre Schrift leserlich, dass unser Zeugnis unmissverständlich sei; seien wir geschmeidig, rücksichtsvoll gegen jedermann, bereit zu helfen, und lasset uns also trachten, die Welt für den himmlischen Bräutigam zu gewinnen, den sie noch nicht kennt.