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Predigten zu 2. Petrus 1,16

"Denn wir haben euch die Macht und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus nicht kundgetan, indem wir künstlich erdichteten Fabeln folgten, sondern als die da Augenzeugen seiner herrlichen Größe gewesen sind."

Autor: Carl Eichhorn (* 11.07.1810; † 08.02.1890) deutscher lutherischer Pastor
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Der feste Grund des Glaubens

"Wir sind nicht klugen Fabeln gefolgt, da wir euch kundgetan haben die Kraft und Zukunft unseres Herrn Jesu Christi, sondern wir haben seine Herrlichkeit selbst gesehen."

Unsere Glaubensgewissheit gründet sich auf die großen Tatsachen des Heils, welche uns durch das Wort bezeugt werden. Der Glaube ruht auf der vollbrachten Erlösung, die für uns eine gegenwärtige Erlösung ist, weil Jesus Christus lebt und uns nahegebracht wird, eben durchs Wort. Der Glaube stützt sich nicht auf irgend etwas, was in uns vorgeht, etwa auf unsere Gefühle. Da stünde er auf einem schwankenden Boden. Denn der Barometerstand unserer Gefühle ist ein sehr wechselnder. Oft gibt es plötzlich einen Barometersturz. Die Glaubensgewissheit ruht auch nicht eigentlich auf der Umwandlung oder Erneuerung, die mit uns vorgeht. Letztere bestärkt nur die Glaubensgewissheit. Nein, sie ruht auf dem Wort. - Aber hat denn dies Wort von Jesu Erlöserkraft, die neue Menschen schafft, und von seiner bevorstehenden Wiederkunft auch selbst festen Grund? Ist am Ende nicht gar alles nur Erfindung, die in der Luft schwebt? Sind es etwa kluge oder fein ersonnene Fabeln, die der Verkündigung der Apostel zugrunde liegen? Der Unglaube möchte gern die Heilstatsachen der wunderbaren Geburt und der Auferstehung Jesu zu Märchen stempeln. Natürlich ist dann auch der Tod Jesu kein Sühnetod, sein Blut kein Rettungsmittel. Haben die Ungläubigen am Ende recht? Besteht das Evangelium nur aus sinnreichen Menschenfündlein? Es wäre schrecklich, wenn wir darüber im Zweifel bleiben müssten. Unser Glaubensleben wäre dann nur eine fromme Einbildung und Phantasie. Gott sei Dank, wir stehen auf einem ganz gewissen Boden. Die Apostel haben Jesu Herrlichkeit selbst gesehen auf dem Berge der Verklärung. Und dann sind sie auch Zeugen seiner Auferstehung. Er ist wahrhaftig auferstanden. Dieses Wunder aller Wunder ist der feste Pfeiler, auf dem das Evangelium von Jesu ruht. Die Auferweckung ist das Siegel, das Gott selbst seinem Sohn aufgedrückt hat. Jesus hat wirklich sein Blut zur Vergebung der Sünden vergossen. Er hat nicht zu viel gesagt. Weil er auferstanden ist, wird er auch sichtbar wiederkehren. Weil er lebt, hält sich unser Glaube nicht an einen erträumten Heiland, sondern an den wirklichen, gegenwärtigen Retter. Unser Glaube ist nicht "eitel". Er hält sich nicht an ein Luftgespinst, sondern an eine lebendige Persönlichkeit. Wir haben etwas Festes. Wir haben einen gewissen Grund. Der Glaube, der uns selig macht, ruht auf einer vollen Wirklichkeit (Lk. 1, 4).


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Satans List

Es ist erstaunlich, dass Satans tückischste List, die er gegen uns Christen anwendet, dazu dienen soll, dass wir unsere Tugenden gegen uns selbst richten! Und vielleicht noch erstaunlicher ist es, dass er diese List oft mit großem Erfolg einsetzt.

Durch das Mittel der Versuchung zur Sünde trifft er uns in unserem persönlichen Leben. Wenn er auf unsere Tugenden zielt, trifft er die ganze Gemeinschaft der Gläubigen und macht sie unfähig, sich selbst zu verteidigen. Wenn ein Feind eine Stadt einnehmen will, muss er zuerst die dortigen Widerstandskräfte schwächen oder vernichten. Die Gemeinde Jesu wird niemals fallen, wenn sie sich verteidigt. Das weiß der Teufel, und so benutzt er konsequenterweise jede nur denkbare List, um ihren Widerstand auszuschalten.

Satan entwickelt zuerst ein Bild von Jesus Christus, das rührselig ist und Ihn als weich, lächelnd und tolerant zeigt. Er erinnert uns daran, dass Christus, als Er als Lamm zur Schlachtbank geführt wurde, Seinen Mund nicht öffnete - und er legt uns nahe, genauso zu handeln. Wenn wir dann sehen, dass er bereits seinen Fuß in unserer Tür hat und ihm zu widerstehen versuchen, dann appelliert er an unseren Wunsch, so wie Christus zu werden. »Liebe jeden, und alles wird gut!« - so drängt er uns.

Ein Hirte, der durch diese süßen Worte eingelullt wurde, fürchtet sich, den Knüppel zu gebrauchen - und der Wolf dringt ein und frisst die Schafe!