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Predigten zu 2. Petrus 3,11

"Da nun dies alles aufgelöst wird, welche solltet ihr dann sein in heiligem Wandel und Gottseligkeit!"

Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Das Ende aller Zeit

Überall um uns herum nehmen wir ein großes Interesse der Menschheit an Spiritismus und Satanskult wahr. Ich kann darin nur ein Zeichen dafür sehen, dass Gottes Gnadenzeit ihrem Ende näher gekommen ist. Das zeigt uns, dass die Zeit nahe sein dürfte, von der Gott ankündigt: »Ich habe genug von der Menschen Sünde und Rebellion gesehen. Es ist Zeit, dass die Posaunen des Gerichts ertönen!« Wenn wir die Botschaft der Offenbarung des Johannes mit anderen Stellen der Heiligen Schrift zusammensehen, dann bemerken wir, dass Gott uns sagt, dass die Erde, auf der wir leben, sich nicht aus sich selbst versteht und sich gewiss nicht selbst genügt.

Obwohl die Erde, auf der wir uns bewegen, weithin von einem rebellischen Geschlecht bewohnt ist, hatte sie einen göttlichen Ursprung. Nun ist Gott dabei, seinen Anspruch mit Gewalt durchzusetzen und diejenigen zu richten, die zu Unrecht Seine Macht an sich gerissen haben. Er sagt, dass es da eine andere, eine bessere Welt gebe, ein anderes Reich, das zu jeder Zeit diese Welt im Auge hat, auf der wir leben.


Autor: Elias Schrenk (* 19.09.1831; † 21.10.1913) deutscher Theologe und Erweckungsprediger des Pietismus

So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, dass ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn.

Himmel und Erde werden vergehen, spricht der Herr in Luk. 21,33. Petrus sagt uns, wie sie vergehen werden: durch Feuer, sie werden verbrennen. Dieser Tag Gottes, wie er in Vers 12 heißt, wird ein schrecklicher Gerichtstag sein, den wir uns kaum vorstellen können. Wenn wir bedenken, dass die meisten Menschen nur für diese sichtbare Welt leben, so graut es uns vor dem Tag, an dem die Erde und die Werke, die darinnen sind, verbrennen werden. Lot und seine Familie durften fliehen, ehe Sodom verbrannte; wohin soll aber der Gottlose fliehen, wenn diese sichtbare Welt verbrennen wird? Indem Petrus den Gläubigen den Ernst dieses Gerichtstages vor Augen hält, ermahnt er sie zu heiligem Wandel und gottseligem Wesen. Durch heiligen Wandel und gottseliges Wesen sollen sie beweisen, dass ihr Schatz und Ziel nicht hier unten ist, sondern im Himmel, in dem Himmel, den das Feuer des Gerichtstages nicht erreichen wird, wo der ewige Gott und unser Herr Jesus Christus thront, mit dem sie in Lebensgemeinschaft stehen. Es ist sehr heilsam für unsere Stellung zu den Kindern dieser Welt, wenn wir uns das Ende der Welt vor Augen halten; wir werden bewahrt vor dem Geist, der nur in das Verderben führt, und bleiben auf dem schmalen Weg. Wer auf diesem Weg ist, kann wartend und eilend der Zukunft des Tages Gottes entgegen gehen. Unser Warten soll nicht sowohl auf das Gericht über die gottlose Welt gehen, als auf den neuen Himmel und die neue Erde. Der Gerichtstag bringt die ewige Scheidung zwischen Gerechten und Ungerechten, die dem neuen Himmel und der neuen Erde vorausgehen muss, in welchen Gerechtigkeit wohnen wird. Dort ist unsere Heimat; dort wird keine Sünde und keine Versuchung mehr sein. Darauf warten wir mit Sehnsucht und Eilen, d. h. wir gehen unaufhaltsam diesem Ziel entgegen. Wir eilen, um dem zukünftigen Zorn zu entfliehen, und unser Erbteil zu erlangen.

Als berufen zu den Stufen vor des Lammes Thron, will ich eilen; das Verweilen bringt oft bösen Lohn. Wer auch läuft und läuft zu schlecht, der versäumt sein Kronenrecht. Was dahinten, das mag schwinden; ich will nichts davon. Das lass, o Herr, mein Wahlspruch bleiben, bis ich am Ziel sein werde. Amen