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Predigten zu 2. Timotheus 2,21

"Wenn nun jemand sich von diesen reinigt, so wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werke bereitet."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Er wird ein Gefäss zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werk bereitet."

Nur wer Gnade hat, unter ihrer Zucht und ihrem Einfluss steht und bleibt, kann Christus ähnlich werden - anders ist es unmöglich. Und nur den durch die Gnade Gottes geheiligten, gereinigten und in das Bild Gottes erneuerten Menschen steht der Eingang in das Reich Gottes offen. Den Heuchlern aber, die durch ihre Naturkraft und ihre natürlichen Tugenden hinein wollen, bleibt es ewig verschlossen. Wer den Geist Christi nicht hat, der ist nicht sein, weder in dieser noch in jener Welt, und der kann auch unter den wahren Kindern Gottes nicht lange bestehen, schon in dieser Welt.

Nun, ihr armen Sünder, die ihr keine Heiligkeit habt in euch selbst, und keine guten Werke aus euch selbst, fühlt ihr es tief, dass euch dies alles mangelt? Nun, so kommt zu Christus, Er kann und will es euch geben, Er will Sich selbst euch schenken. Wenn ihr an Jesus glaubt, so will Er euch waschen von allen euren Sünden; Er will euch ein neues Herz und einen neuen Geist geben, dass euer Leben und Wandel hinfort heilig werde; Er will euch auch bewahren bis an das Ende, und will euch ewig selig und herrlich machen. Das ist gewisslich wahr.


Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Dem Hausherren brauchbar

Das möchte ich sein, o HErr, obgleich ich nur Ton bin. Sei du mein Töpfer. Mache aus mir, was du kannst, und wende alle Mittel an, die dir belieben; aber lass mich ein Gefäß werden, das du brauchen kannst.

1. „Kannst du den Kelch trinken, den ich trinke und dich taufen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde?“

Durch deine Gnade kann ich es. Lass mich mit dir sterben; begraben werden im Dunkel der Vergessenheit; als ein Fegopfer aller Leute angesehen; zerbrochen werden; durch das Feuer deines Glutofens gehen – aber lass mich zu den Gefäßen gehören, die du dir erwählest, die du gebrauchst und beständig in der Hand hältst; die du oft herablässest in den überfließenden Wasserbrunnen, und dann zurückführst zu deinen Lippen, oder zu den Lippen derer, die du liebst.

2. „Der Geist ist willig, mein Kind; aber das Fleisch ist schwach.“

Ich weiß es, HErr, ich weiß es. Aber ich möchte der Schwachheit meines Fleisches absterben, seinem Weh, seinen Tränen, seiner Ohnmacht, – auf dass ich im Geist lebe. Sollte nicht deine Gnade mir genügen? Ist nicht deine Kraft in den Schwachen mächtig? Gibst du nicht deinen Geist ohne Maß? Achte nicht meines schwächlichen Wesens, sondern vollende dein Werk in mir, und mache mich zu einem Gefäß, das du brauchen kannst.

3. „So jemand unter euch will groß sein, der sei euer Diener.“

Ich verstehe dich Meister; du willst mein Herz sichten und mich von allem Hochmut und aller Selbstsucht befreien. Es ist wahr, ehemals habe ich Großes gesucht für mich selbst; aber das liegt nun hinter mir. Ich bin jetzt einem entwöhnten Kindlein gleich; mein einziger Wunsch ist deine Verherrlichung; mich verlangt nur danach, oft, allezeit in deiner Hand zu sein, von ihr gebraucht zu werden.