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Predigten zu 2. Timotheus 4,2

"Predige das Wort, halte darauf in gelegener und ungelegener Zeit; überführe, strafe, ermahne mit aller Langmut und Lehre."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Predige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen."

Predige die Liebe Christi, predige das Versöhnungsopfer, predige die neue Geburt, predige den ganzen Ratschluss Gottes. Der alte Hammer des Evangeliums wird immer noch den Felsen in Stücke brechen; das alte Pfingstfeuer wird immer noch unter der Menge brennen. Versuche nichts Neues, fahre fort zu predigen.

Wenn wir alle predigen in dem Heiligen Geist, vom Himmel gesandt, so werden uns die Folgen unserer Predigt in Staunen versetzen. Es gibt doch im Grunde gar keine Grenze für die Macht der Zunge! Blicke auf die Macht einer bösen Zunge - welch großes Unheil kann sie anrichten! Wird Gott nicht noch mehr Macht in eine geheiligte Zunge legen, wenn sie nur richtig gebraucht wird?

Blicke auf die Macht des Feuers: Ein einziger Funke kann eine Stadt in Flammen setzen. Ebenso brauchen wir, wenn der Geist Gottes mit uns ist, nicht zu berechnen, wieviel oder was wir tun können. Man kann das Wirkungsfeld der Flamme nicht berechnen, man kann keine Grenze für die Wirkung der göttlichen Wahrheit ziehen, wenn sie mit der Freudigkeit, die aus dem Geiste Gottes geboren ist, gepredigt wird. Habe große Hoffnung, Bruder, habe große Hoffnung trotz jener schamlosen MitternachtsStraße, trotz jener glänzenden Branntweinpaläste an jeder Strassenecke, trotz der Gottlosigkeit der Reichen, trotz der Unwissenheit der Armen. Fahre fort, fahre in Gottes Namen fort, denn wenn die Predigt des Evangeliums die Menschen nicht errettet, so wird nichts sie erretten. Wenn des Herrn Jesu eigener Weg, der Weg der Barmherzigkeit, ein verfehlter ist, dann behänge den Himmel mit Trauergewändern und lösche die Sonne aus in ewige Mitternacht. Dann bleibt unserem Geschlecht nichts anderes übrig als das Dunkel der Finsternis. Errettung durch das Opfer Jesu ist Gottes letztes Angebot. Freuen wir uns, dass es nicht trügen kann. Wir wollen es ohne Vorbehalte glauben und dann geradeaus weitergehen.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Die Autorität des Verkündigens

Weil wir Christen sind, die an das inspirierte Wort Gottes glauben, und weil wir glauben, dass der Heilige Geist die dritte Person der Dreieinigkeit ist und bleibt, sollte mehr göttliche Autorität darin liegen, wenn wir als Prediger dienen. Jemand, der das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus predigt, sollte dabei in der Autorität Gottes reden, so dass die Menschen die Verantwortung bekommen, ihm zuzuhören. Sollten sie ihm nicht zuhören, dann sind sie Gott gegenüber dafür verantwortlich, dass sie sich von Seinem Wort abgewandt haben.

Ein Prediger, der unter Gottes Salbung steht, sollte auf seiner Kanzel regieren wie ein König auf seinem Thron. Er sollte nicht durch ein Gesetz, eine Vorschrift oder durch die Autorität eines Menschen herrschen. Er sollte durch seinen moralischen Einfluss herrschen! Die göttliche Autorität und Vollmacht fehlt auf vielen Kanzeln. Wir haben dort zu viele »Kätzchen«, deren Pfoten im Predigerseminar sorgfältig zurechtgestutzt worden sind, so dass sie in den Versammlungen zwar ihre Pranken drohend erheben, dabei aber niemanden kratzen. Der Heilige Geist wird die Pfeile des Mannes Gottes spitzen, der den ganzen Ratschlag Gottes verkündigt!


Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Der Apostel beschwört uns, bei jeder Gelegenheit, sei sie günstig oder nicht, das Wort zu verkündigen und dafür einzustehen. Er ermahnt uns, eifrig tätig und konsequent zu sein, weil das Gericht naht und die Menschen dann keinerlei Aussicht auf Rettung mehr haben. Um der plötzlichen Erscheinung Jesu Christi und um Seines Reiches willen, und weil die Zeit kurz ist, ermahnt uns der Apostel vor Gott und Jesus Christus, die Menschenseelen eindringlich zu warnen.

Tun wir das, oder sind wir kampfunfähig? Die ernsten Worte des Apostels sind eine schwere Anklage gegen unsere Gleichgültigkeit, unsere Selbstsucht und unsere vielen Halbherzigkeiten. Im Namen dessen, der Lebendige und Tote richten wird, im Namen der furchtgebietenden Wirklichkeit der Ewigkeit, ermahnt uns der Apostel, in die Seelen der Menschen zu dringen, es sei gelegene oder ungelegene Zeit.

Wir wollen doch nicht sagen, wir hätten keine Gelegenheit dazu; das ist ja nicht wahr! Wir suchen nur Ausreden, um uns zu beruhigen, und unsere eigene Weisheit hindert uns, die Gelegenheiten zu sehen und zu handeln!

Wie oft haben wir kein Zeugnis abgelegt! Seien wir ehrlich: Wie oft habe ich nichts gesagt! Ich habe geschwiegen, weil ich in Gedanken mit etwas anderem beschäftigt war, oder mich vor den Menschen fürchtete und ein Sklave bin von dem, «was die Leute sagen».

Unser Heil ist uns sicher. Aber nicht sicher ist, was der Herr zu uns, Seinen Kindern sagen wird, wenn wir vor Seinem Richterstuhl offenbar werden müssen und Er unseren Dienst untersucht (2. Korinther 5,10). Wenn wir Besitzer des Heils und der unendlichen Reichtümer Seiner Liebe und Seines Wortes sind, aber nicht bei jeder Gelegenheit dafür eintreten, sind wir schuldig; da gilt keine Ausrede. Menschenseelen gehen verloren, weil wir sie nicht eindringlich gemahnt haben! Möge der Geist der Buße uns erfassen! Ohne noch länger zu warten, sollten wir die Gabe Gottes anfachen, die in uns ist. Der Herr selbst ermahnt uns ernstlich... und die Ewigkeit naht!