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Predigten zu 2. Timotheus 4,3

"Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Lüsten sich selbst Lehrer aufhäufen werden, indem es ihnen in den Ohren kitzelt;"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden."

Ein Mensch ist verantwortlich sowohl für seinen Glauben, als für seine Handlungen. Gott hat Gewalt über unsere Gedanken und Urteile, so gut wie über unsere Hände, Füße, Augen und Lippen, denn der ganze Mensch ist verpflichtet, dem Herrn zu dienen. Wenn Gott mir Urteilskraft gegeben hat, so soll ich sie auch in seinem Dienst anwenden. Wenn nun mein Urteil Unwahrheit aufnimmt, so hat es gestohlene Güter empfangen, und ich habe gesündigt, gerade wie wenn ich meine Hand ausgestreckt hätte nach den Gütern meines Nachbars. Irrtum in der Lehre ist also Sünde, so gut wie Irrtum im Wandel. Wir sind verpflichtet, in allen Dingen unserem Gott mit aller Macht zu dienen, und die Kräfte des Urteilens und des Glaubens nach seinem Willen zu gebrauchen. Es ist daher jedesmal Sünde, wenn wir etwas tun, was uns im Glauben an Jesus Christus wankend macht. Bedenkt auch, dass Irrtum in der Lehre auch eine solche Sünde ist, die, wie überhaupt alle Sünden, einen starken Trieb hat, sich zu vermehren. Wenn ein Mensch einmal in seinem Leben etwas falsches glaubt, so glaubt er schnell auch etwas anderes, das falsch ist. Öffne einmal der falschen Lehre Tür und Tor, so wird Satan das wenige Falsche in dein Herz treiben wie das schmale Ende eines Keils.

Die schlimmsten Irrlehrer, welche je den Glauben Gottes verkehrt haben, hatten zu Beginn nur kleine Irrtümer vorgebracht, doch zuletzt waren sie ganz von der Wahrheit entfernt. Aus diesem Grund, nimm dich in acht! Wenn du einem einzigen Irrtum Raum gibst, kannst du nicht sagen, wie weit du am Ende gehen wirst.


Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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FALSCHE GLAUBENSBEKENNTNISSE VERMEIDEN

Der Prophet Jesaja gibt uns einen hilfreichen Rat, um falsche Lehre zu enttarnen: „Hin zur Weisung und zur Offenbarung! Wenn sie nicht nach diesem Wort sprechen, dann gibt es für sie keine Morgenröte (Jes 8,20). Irrlehren und falsche Glaubensbekenntnisse können einer Prüfung im Licht der Schrift nicht standhalten.

Falsche Glaubensbekenntnisse fordern nie dazu auf, durch die enge Pforte Christus oder auf dem schmalen Weg zu gehen. Auf den ersten Blick mag ihr Inhalt den Anschein der Rechtgläubigkeit erwecken oder sogar wahren Glauben fordern. Letztendlich basiert die Rettung dann aber doch auf menschlichen Werken und Anstrengungen. Der Umfang und das Ausmaß der Sünde sowie die absolute Verdorbenheit des Menschen werden nie richtig aufgezeigt. Folglich wird auch keine echte Buße, Vergebung und Unterordnung unter die Herrschaft Christi gefordert.

Falsche Glaubensbekenntnisse sind voll von Lücken, und die größte dieser Lücken ist das Weglassen der rettenden Wahrheit des Evangeliums.


Autor: Ludwig Hofacker (* 15.04.1798; † 18.11.1828) deutscher evangelischer Pfarrer
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Dies ist gerade der faule Fleck unseres Zeitalters, daß das Wort der Wahrheit unter Hohen und Niedern, unter Vornehmen und Geringen nicht mehr geachtet, sondern verachtet wird, daß man in schnödem Vernunftstolz sich über dasselbe erhebt und es nach seinem eignen Gutdünken meistert und modelt und dreht und wendet. Das war nicht die Sitte unserer Väter; sie haben das Wort des lebendigen Gottes einfältig hingenommen und geglaubt, haben sich darnach gerichtet und unter dasselbe gebeugt, und sind als arme Sünder in der Welt herumgegangen und auch als arme Sünder im Herrn entschlafen. Dafür hat aber auch unter ihnen Zucht und Ehrbarkeit und ein eingezogenes, stilles, ruhiges Leben geherrscht, und sie haben Gott durch ihre Versündigung am Wort des Lebens nicht genötigt, die Zuchtrute zu schwingen und so schreckliche Gerichte hereinbrechen zu lassen, wie sie über unsere Zeit gegangen sind. Aber bei uns ist es gar anders geworden; wir wollen uns den Geist Gottes nicht mehr strafen lassen, darum vergreift sich jeder ungescheut am Worte Gottes, das freilich den, der es hört, nicht in seiner Fleischesruhe dahingehen lassen will, wie er es gerne wünscht, sondern ihn aufjagt und aufrüttelt und das ewige Verderben vor Augen stellt, dem man sorglos entgegentaumelt. Man gehe nur einmal unter das Volk hinein und rede etwa davon: Wie alle Menschen, so lange sie nicht errettet sind und losgemacht durch den Sohn Gottes in der Wiedergeburt, unter der Oberherrschaft des Teufels stehen; und es ist dies kein abergläubisches Menschenmärchen, sondern es ist ja eine Wahrheit, die wohl zwanzig- bis dreißigmal in dem Worte Gottes steht und durch die ganze Bibel hindurchgeht. Was bekommt man aber zur Antwort? Was Teufel?, heißt es, es gibt keinen Teufel. Gott ist zu gütig, als daß er einem Teufel so viele Macht lassen sollte; das glaub ich nimmermehr! Oder man redet zu dem Volke von dem heiligen Ernst und dem Zorne Gottes, von der Hölle, und wie über allen, die nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes glauben, der Zorn Gottes bleibe, der Zorn, der vom Richterstuhl Gottes hinabbrennt bis in den Schwefelpfuhl - was bekommt man aber darüber für Antworten zu Ohren? Das sind übertriebene Märchen, sagen sie, womit man sie nicht erschrecken könne; man werde doch Gott keinen Zorn zuschreiben wollen, da er die Liebe sei; zürnen sei menschlich. Kurz: Es mag in der heiligen Schrift stehen was da will, so hat man etwas daran auszusetzen und daran zu tadeln und nach seinem eigenen Gutdünken auszulegen und zu verändern.

Erhalt uns, Herr, dein Erbe, dein weites Heiligtum! Zerbrich, zerreiß, verderbe, was wider deinen Ruhm! Laß dein Gesetz uns führen, gönn uns dein Himmelbrot! Laß Heiligkeit uns zieren und treu sein bis zum Tod! Erhalt und laß uns hören dein Wort, das selig macht, das Zeugnis deiner Ehren, das Licht in finstrer Nacht; laß diesen Born uns tränken im dürren Tal der Welt; laß diese Stimm uns lenken hinauf zum ewgen Zelt!

Erhalt in Sturm und Wellen der Kirche heilig Schiff, und laß es nicht zerschellen am Strand und Felsenriff; daß wir nach deinen Regeln durchschiffen diese Zeit, und einst mit frohen Segeln einziehn zur Ewigkeit!


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Es ist sehr gefährlich, wenn sich die Gemeinde verändert

Jede Evangelisation, die das allgemeine Interesse anspricht und über die Tagesereignisse schwatzt, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der der Sünder sich heimisch fühlt, ist so falsch, wie es die Baals-Altäre seit eh und je gewesen sind. Jeder Versuch, den Weg für die Menschen bequem zu machen und das Schuldgefühl zu eliminieren, ist schlimmer, als hätte man gar nichts getan – man richtet damit Schaden in den Seelen der Menschen an. Einer der verbreitetsten Irrtümer der Gegenwart, dem die lautesten und prahlerischsten religiösen Aktivitäten in evangelikalen Kreisen entspringen, ist die Behauptung, die Gemeinde müsse sich wandeln, wenn sich die Verhältnisse ändern, und die Christen hätten ihre Methoden den Bedürfnissen der Menschen anzupassen. Wollen sie Zehn-Minuten- Predigten, so gebe man ihnen Zehn-Minuten-Predigten! Wollen sie die Wahrheit nur in homöopathischen Dosen, verabreiche man ihnen diese! Wollen sie Bilder, gebe man ihnen so viele sie wollen! Hören sie gern Geschichtchen, so erzähle man ihnen welche! Bei alldem bestehen die Verfechter dieser Haltung darauf: »Die Botschaft ist dieselbe, nur die Methoden haben sich gewandelt.« »Wen die Götter vernichten wollen, dem rauben sie zuvor den Verstand «, sagten die alten Griechen, und sie waren weiser, als sie selbst wussten. Eine Mentalität, die Sodom für Jerusalem hält und Hollywood als die Heilige Stadt missdeutet, ist dermaßen irregeleitet, dass man dies nicht anders als mit Wahnsinn bezeichnen kann, der die bekennende Christenheit als Gericht getroffen hat, weil sie den Geist Gottes so sehr beleidigte!