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Predigten zu 2. Timotheus 4,7

"Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt;"

Autor: Carl Eichhorn (* 11.07.1810; † 08.02.1890) deutscher lutherischer Pastor
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Paulus an den Pforten der Ewigkeit (I)

"Ich habe den guten Kampf gekämpft."

Paulus hat nicht bloss seinen geistlichen Sohn Timotheus ermahnt: "Kämpfe den guten Kampf des Glaubens!" (1. Tim. 6, 12), sondern er darf am Schluss seiner Laufbahn freudig und siegreich bekennen: "Ich habe den guten Kampf gekämpft." Das ist nicht Eigenruhm, sondern Lob seines Herrn, durch den allein er zu diesem Sieg kam. Wo Jesus im Leben eines Menschen ist, da ist Sieg. "Ja, mit dir, Herr Jesu, ist's ein guter Krieg; denn du schreckst die Feinde und gibst mir den Sieg." Das Leben von Christen soll nicht bloss zum Schluss, sondern zu einem schönen Abschluss, nicht bloss zum Ende, sondern auch zur Vollendung kommen. Ein Gotteskind soll nicht unfertig aus dem Leben scheiden. Das Christentum ist ein Kampfesleben. Unter Kampf wird man ein Christ, unter Kampf behauptet man sich als Christ. Keiner kommt durch die enge Pforte, der nicht ernstlich ringt, und auf dem schmalen Weg bleibt man nur unter beständigem Kampf. Von links und rechts winkt Gefahr. Sichtbare und unsichtbare Feinde wollen den Weg verlegen. Es ist der gute Kampf. Es gibt auch einen Kampf ums irdische Dasein. Beim guten Kampf handelt es sich nicht ums zeitliche, sondern ums ewige Leben, nicht um die Erhaltung und Bewahrung des Leibes, sondern um die Rettung der Seele, nicht um zeitlichen Gewinn, sondern um eine ewige Krone. - Der gefährlichste Feind ist im eigenen Busen. "Sich selbst bekämpfen ist der schwerste Krieg, sich selbst besiegen ist der schönste Sieg."Ich schlage meinen Leib mit Fäusten und zähme ihn, mache ihn ganz dienstbar dem Geiste", sagt der Apostel. Er tat keinen Luftstreich. Er hat den Feind getroffen und zwar da, wo es am wehesten tut. Den eigenen Leib hegen, pflegen und verwöhnen wir so gern. Paulus erkannte die Gefahr, die aus dem Leibe erwächst, wenn man ihn weichlich anstatt hart hält. Er wusste, wie sich da die Lüsternheit auswächst, wie die Ansprüche auf Bequemlichkeit, Wohlleben und Ruhe sich steigern, und wie der Leib an die erste Stelle rückt und das Geistesleben hemmt und schädigt. Darum war er rücksichtslos gegen sich selbst und ließ sich nichts durchgehen. Ich habe gekämpft. Er hat nicht nur einen Anlauf genommen, sondern den Kampf durch- und zu Ende geführt. Nur wer überwindet, wird es alles ererben. Viele kämpfen und strecken die Waffen, werden matt und kampfesmüde: sie unterliegen, anstatt zu siegen. Solange wir im Fleische leben, gibt's keine Ruhe. Wohl dem, der unermüdlich den Kampf durchführt, der allen obliegt, und der jedem eigens verordnet ist!


Autor: Carl Eichhorn (* 11.07.1810; † 08.02.1890) deutscher lutherischer Pastor
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Paulus an den Pforten der Ewigkeit (II)

"Ich habe den Lauf vollendet."

Ein Christ sein, heißt kämpfen und - laufen. Laufen in der Bahn der Liebe, auf dem Weg des Glaubens und in den Schranken der Wahrheit, das ist des Christen Aufgabe. Laufen mit dem Blick auf das vorgesteckte Ziel, das himmlische Kleinod, was den Schritt beflügelt, weil die lebendige Hoffnung das Herz beseelt. Laufen mit der Sehnsucht nach Vereinigung mit ihm, wie es von den Jungfrauen heißt: "Sie gingen aus, dem Bräutigam entgegen." Also niemals stehenbleiben! Immer vorwärts! lautet die Losung. Das Leben der Weltmenschen verläuft ziellos. Oder vielmehr: die Ziele, denen sie nachstreben, liegen in ihrem irdischen Leben beschlossen, sie reichen nicht darüber hinaus. Ist ihr Leben zu Ende, so fällt das Ziel mit dahin. Das Leben des Christen hat ein überirdisches Ziel: die künftige Herrlichkeit. Diesem Ziel, also nicht einer ungewissen Zukunft, eilt er entgegen, zielbewusst und zielsicher. Der Apostel steht am Ziel. Er hat seinen Lauf vollendet. - Viele fangen an, laufen eine Weile schön, und dann lassen sie sich aufhalten, wie Paulus von den Galatern klagen muss (Gal. 5, 7). Sie bleiben stecken in den Hindernissen und Widerwärtigkeiten. Oder sie bleiben hängen an den vergänglichen Dingen. Sie geben sich der Behaglichkeit und dem Genuss hin, anstatt unverdrossen vorzudringen. Ihr Christentum ist kein Lauf, sondern ein Schleichen, ein gemütlicher Spaziergang, es fehlen Glaubenskraft und Eifer.

Kommt man einmal ins Bummeln, dann bleibt man auch bald liegen. Christen entrinnen und entfliehen fortgesetzt dem eitlen und bösen Wesen dieser Welt und eilen unablässig dem Herrn entgegen, bei dem sie ewig sein wollen. - O wie liegt alles daran, dass der Lauf vollendet wird! Man sieht mitunter auf Gräbern eine abgebrochene Säule statt eines Kreuzes. Weltmenschen sprechen dadurch, ohne es zu wollen, das vernichtende Urteil über ihr Leben aus. Wo in einem Menschenleben Jesus nicht zu seinem Recht und damit Gott nicht zu seiner Geltung gekommen ist, wo seine Gedanken und sein Plan nicht zur Durchführung gelangten, da fehlt die Vollendung. Der Tod bedeutet ein jammervolles Abgebrochenwerden.

Als berufen zu den Stufen vor des Lammes Thron, will ich eilen, das Verweilen bringt oft bösen Lohn. Wer auch läuft und läuft zu schlecht, der versäumt sein Kronenrecht. Was dahinten, das mag schwinden; ich will nichts davon.


Autor: Carl Eichhorn (* 11.07.1810; † 08.02.1890) deutscher lutherischer Pastor
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Paulus an den Pforten der Ewigkeit (III)

" Ich habe Glauben gehalten."

Der Glaube ist die Kraft im Kampf und im Lauf des Christen. Wer in eigener Kraft kämpft und läuft, der unterliegt und ermattet. Der Glaube hält sich an den Herrn Jesus und empfängt in ihm Gotteskraft. Wer glaubt, ist unüberwindlich und dauert aus. Es kommt alles darauf an, den Glauben festzuhalten. Wer ihn fahren lässt, der ist verloren. "Wir sind nicht von denen, die da weichen und verdammt werden, sondern von denen, die da glauben und die Seele erretten." Der böse Feind legt alles darauf an, uns den Glauben zu nehmen, dann hat er gewonnenes Spiel. Es kommen schwere, dunkle Zeiten, wo es scheint, als sei unser Beten umsonst, als sei der Himmel verschlossen, als frage der Höchste nicht nach uns. "Wo ist nun dein Gott?"Was hilft dir all dein Beten?"Mit solchen und ähnlichen Zweifelsfragen sucht der Feind wie mit feurigen Pfeilen den Schild des Glaubens in Brand zu stecken. Da heißt es, ein entschlossenes"Dennoch" entgegenzustellen. O, nur ja das Vertrauen nicht wegwerfen! Gott legt oft vor unsern Augen das Widerspiel dar von dem, was in seinem Herzen ist. Er hüllt sich in Dunkel, stellt sich wie ein Feind. Nun soll sich der Glaube erst recht zeigen als Glaube. Solange man die Liebe Gottes handgreiflich vor Augen hat, solange man sie fühlt und von ihr gehoben und getragen wird, ist es nicht schwer, zu glauben. Wenn sie sich aber zurückzieht, wenn Gott schweigt, ja scheinbar wider uns ist, dann kommt der wahre Glaube zur Geltung, der nichts sieht und doch festhält bloss auf Grund des Wortes, ohne irgend ein spürbares Unterpfand.

Solch einen Glauben hatte die kananäische Frau. Der Heiland stellte sich fremd, ja abstossend. Er wies sie mit einem harten Wort von sich. Aber sie nahm ihn beim Wort. Sie ließ sich in die Klasse der Hunde verweisen. "Eben weil ich zu den Hunden gehöre, habe ich doch auch Anspruch auf die übrigen Brocken." Nun war Jesus überwunden. - Wer den Glauben festhält, erlebt Herrliches. Er findet eine große Belohnung und gelangt zum Schauen. Lasst uns im Glauben beharren bis ans Ende!

Der Glaube bricht durch Stahl und Stein und kann die Allmacht fassen. Der Glaube wirket all's allein, wenn wir ihn walten lassen. Wenn einer nichts als glauben kann, so kann er alles machen; der Erde Kräfte sieht er an als ganz geringe Sachen.


Autor: Adolf Schlatter (* 16.08.1852; † 19.05.1938) schweizer evangelischer Theologe und Professor fürs Neues Testament
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Ein Ringen nannte Paulus sein Leben und er dachte dabei an den Eifer, mit dem die anderen rangen, auf den Sportplätzen, in den Theatern, auf den Märkten, in der Wirtschaft und in der Politik. Dort rangen sie und setzten ihre ganze Kraft dabei ein. Auch Paulus rang und wandte seine ganze Kraft an seinen Beruf. Es war ein edler Wettkampf, den er auf sich nahm; denn das Ziel, nach dem er strebte, war es wert, dass er seine ganze Kraft hergab. Sein Ringen war kein nutzloses Spiel, kein die Ringenden schädigender Kampf. Gottes Lob gab seinem Ringen den Glanz. Nun war er am Ziel; denn er stand dicht vor dem Richtplatz, auf dem ein Schwerthieb seinen Leib zerstören wird. Das war in seinen Augen kein Misserfolg, vielmehr die Vollendung seines Laufs und der sieghafte Ausgang seines Kampfes. Denn er hat den Glauben bewahrt. Dass er auch jetzt am Ende seines Wirkens und seines Leidens glauben kann, das nennt er die Vollendung seines Laufs und den Sieg in seinem Kampf. Das wollte er ja bei allem, was er tat, sich als den Glaubenden erweisen und allen zeigen, was der Glaube sei. Nun ist es ihm gelungen; denn er stirbt als Glaubender. Hatte er sonst nichts, worauf er sich stützen konnte? Hatte er nicht Erfolge, die für immer blieben? War er in seinem inwendigen Leben nicht reich geworden, reicher als wir alle? Hatte er nicht eine reiche Saat von Liebe ausgestreut, die aufgegangen war? War nicht die große Schar mit ihm verbunden, die in betender Liebe seiner gedachte? Allein Paulus begehrte keine Stützen neben seinem Glauben und suchte sie weder in sich noch in den Menschen um ihn her. Eines tat er: er glaubte, und damit stand er am Ziel.

Dein Knecht und Bote zeigt uns allen, lieber Herr, was wir bei Dir finden. Uns allen sagst Du: Glaube nur. In Dir, Herr, ist die Ruhe für mich vorhanden und die Gewissheit, die mich heilt. Bei Dir endet die Furcht und das Schwanken. Greife ich nach anderem, so schwanke ich. Glaube ich Dir, dann stehe ich. Halte mich, damit ich stehe, durch Glauben stehe. Amen.


Autor: Elias Schrenk (* 19.09.1831; † 21.10.1913) deutscher Theologe und Erweckungsprediger des Pietismus

Ich habe den guten Kampf gekämpfet.

So sprach Paulus als ergrauter Streiter Jesu Christi. Dieses Wort ist in Wahrheit die Überschrift seiner apostolischen Laufbahn, die in Damaskus begann. Dort wurde der Kämpfer geboren. Wir finden bei ihm von Anfang an eine so völlige Hingabe an den Herzog seiner Seligkeit, dass er in Gal. 6,14 schreiben konnte: durch Christum ist mir die Welt gekreuzigt, und ich der Welt. Er war mit allem was er hatte Jesu Eigentum geworden; nicht mehr er lebte, sondern Christus lebte in ihm. Hierin liegt der Schlüssel zum Verständnis Pauli als Kämpfer. Wäre er ein Mann gewesen, der nie mit sich fertig gewesen wäre, sich immer mit Fleisch und Blut besprochen und gefragt hätte: ist mir das nicht zu viel, ist mir jenes nicht zu schwer? so wäre seine Laufbahn anders geworden. Er kannte nur einen Mann, für den er lebte, dessen Sache vollständig seine eigene geworden war, dem seine Zeit, seine Kraft und seine reichen Gaben gehörten: Jesus Christus der Gekreuzigte und Auferstandene. Für ihn setzte er alles ein, mit ihm stand er da. Sein Kampf für das Evangelium war ein bahnbrechender; mit der Macht des Heidentums und der Feindschaft des Judentums hatte er es zu tun; vor allem aber mit der Macht der Finsternis. Allen Feinden gegenüber brauchte er nur eine Waffe: den Glauben. Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus. An Christum hielt sich sein Glaube; ihm vertraute er und wurde nicht zu Schanden. Als er alt und grau geworden war, konnte er seinen Kampf, den er gekämpft, einen guten nennen, weil die Sache, für die er kämpfte, eine gute war, die Errettung der verlorenen Welt von der Obrigkeit der Finsternis. Sein Kampf war ein guter, weil er nie Fleisch für seinen Arm hielt, sondern den Kampf des Glaubens kämpfte und darum siegte. Lasset uns ihm nachfolgen: uns ganz Jesu ergeben, unser Leben ihm weihen, fliehen alle Zersplitterung und alle fleischliche Waffen, und im Glauben unserem König vertrauen, dessen Name Überwinder ist.

Du Löwe aus dem Stamme Juda! Du hast überwunden,und sitzest als König zur Rechten Deines Vaters. Mache auch uns zu Überwindern. Amen


Autor: Elias Schrenk (* 19.09.1831; † 21.10.1913) deutscher Theologe und Erweckungsprediger des Pietismus

Ich habe den Lauf vollendet.

Paulus stand als ergrauter Mann am Ende seines Lebens, als er dieses Wort aussprach. Viele werden alt und in ihrer Weise können sie auch sagen: ich habe den Lauf vollendet; aber wenige sind es, die dieses Wort im Sinne Pauli aussprechen können. Redet er von seinem Lauf, so meint er seinen Christen- und Apostellauf; von dem, was vor seiner Bekehrung liegt, redet er nicht. Wenn er seinen Gang als Christ überschaut, so kann er sagen der Lauf. Er lief nicht in guter Meinung, nach eigener Wahl, sondern genau, wie der Herr ihn führte. Wir können unsere Aufgabe in dieser Welt nur dann erfüllen, wenn wir uns in Wahrheit vom Herrn leiten lassen. Sobald wir selbst erwählte Wege gehen, selbst erwählte Arbeit tun, entfernen wir uns nicht nur vom Herrn, sondern auch von unserer gottgegebenen Aufgabe und sind untreu. Wir mögen dann vor Menschen scheinbar große Leistungen vollbringen, sogar berühmt werden; vor Gott taugt unser Tun nicht, weil es seinem Willen nicht entspricht. Man kann es besonders jungen Leuten nicht genug sagen: suche in Gottes Weg zu kommen und die Aufgabe zu erfüllen, die er dir gibt. Wenn Einzelne nicht wissen, was sie werden sollen und endlich mit „Ach und Krach“ einen Brotberuf wählen, so ist das ein Beweis, dass sie Gott nicht verstehen, er ihnen nicht sagen kann: diesen Weg gehe. Für die, die Ohren haben, redet Gott deutlich und die, die Augen haben, führt er. Kann Gott uns führen, so bekommt unser Leben etwas Einheitliches, es wird zum Lauf; wir werden bewahrt vor Sprüngen, vor jenem Vielerlei, das oft das Leben der begabtesten Männer so fruchtlos gemacht hat. Wir werden auch bewahrt vor jenem unbefriedigten Wesen, das man hat bei dem Gefühl, man sei nicht auf dem rechten Posten. Gottes Führung gibt volle Befriedigung und macht fruchtbar. Wie viele Frucht hat Paulus gebracht! Sein Lauf war ein Siegeslauf, und so ist eines jeden Christen Lauf, der nach Gottes Willen geschieht, ein Fruchtbringen für die Ewigkeit.

Führe mich, o Herr und leite meinen Gang nach Deinem Wort! Bewahre nach vor eigenen Wegen und lehre mich das tun, was Deine Weisheit mir als Aufgabe zugemessen hat. Amen


Autor: Elias Schrenk (* 19.09.1831; † 21.10.1913) deutscher Theologe und Erweckungsprediger des Pietismus

Ich habe den Glauben gehalten.

Paulus kann am Abend seines tatenreichen Lebens sagen: ich habe den Glauben gehalten. Das war viel wichtiger, als wenn er im Blick auf die andern Apostel sagen konnte: „ich habe mehr gearbeitet als sie alle.“ Vom Glauben hängt alles ab; ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen, denn ohne ihn gibt es keine Gemeinschaft mit Gott; ohne ihn ist unser Leben verkehrt und fruchtlos. Pauli Leben bekam erst Bedeutung in Damaskus, als er zum Glauben an seinen Herrn Jesum kam. Dort lernte er verstehen die Rechtfertigung aus dem Glauben, die er nachher Tausenden predigte, und die er durch seine Briefe heute noch Millionen von Menschen predigt. Durch den Glauben an Jesum Christum wurde es ihm klar, dass Christus nicht nur unsere Gerechtigkeit, sondern auch unsere Heiligung sei, wie er 1. Kor. 1,30 und Apostg. 26,18 sagt; denn durch den Glauben hatte auch er den verheißenen Geist empfangen. Durch den Glauben an Jesum hatte er Freudigkeit und Zugang zum Vater erhalten, und durch diesen Zugang im Glauben zum Gnadenthron holte er sich täglich die Kraft zur Arbeit, zum Kampf und zum Sieg; denn der Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Ephes. 3,12; Hebr. 10,19 – 22; 1. Joh. 5,4. In den vielen Versuchungen, durch die er gehen musste, war der Glaube sein Schild, durch den er auslöschen konnte alle feurigen Pfeile des Bösewichts Ephes. 6,16, so dass er erfuhr, was Petrus sagt: wir werden durch Gottes Macht durch den Glauben bewahret zur Seligkeit. So war Paulus im tiefsten Sinn des Wortes der Apostel des Glaubens; auf den Glauben kam ihm alles an; er war sein Kleinod, ohne das er nicht leben, nicht arbeiten konnte und das er bewahrte bis an sein Ende. Gehe hin und tue desgleichen. Der Glaube bricht durch Stahl und Stein und kann die Allmacht fassen.

Herr, mein Gott! Gründe mich fest im Glauben an Dich durch Jesum Christum, damit mein Leben ein Leben des Glaubens des Sohnes Gottes sei. Amen