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Predigten zu Epheser 5,1

"Seid nun Nachahmer Gottes, als geliebte Kinder,"

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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SEI EIN NACHAHMER

Es mag wohl einfach sein, darüber zu reden, ein Nachahmer Gottes zu sein, aber es ist schwierig, auch wirklich einer zu sein. Aus deiner eigenen Kraft wirst du es nie packen. Jesus gab uns mit der Bergpredigt quasi eine Starthilfe und zeigte uns, wie wir Nachahmer Gottes werden können. Wir sollen weinen über unsere Sünden mit einem zerbrochenen und zerschlagenen Herzen. Wenn uns unsere Sündhaftigkeit überwältigt hat, dann werden wir nach Gerechtigkeit dürsten. Das ist paradox: Wir sollen vollkommen sein wie Gott, aber aus uns selbst heraus können wir überhaupt nie so vollkommen sein wie er.

Wenn wir uns dieses Paradoxons erst einmal bewusst sind, dann wird uns klar, dass es da noch eine andere Kraft geben muss, die es möglich macht, ein Nachahmer Gottes zu sein. Der Apostel Paulus betete, dass Gott uns „an Kraft zunehmen lasse durch seinen Geist am inwendigen Menschen“ (Eph 3,16). Der Heilige Geist versorgt uns mit Kraft, auf „dass ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes“ (Eph 3,19). Wir können sein wie Gott (was seinen Charakter betrifft), aber wir können es nicht aus uns selbst heraus – es ist das Werk des Heiligen Geistes.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Unser Humor sollte uns nicht zum Unsinnreden verführen

Nur wenige Dinge sind im Leben der Christen so nützlich wie ein sanfter Sinn für Humor, und wenige Dinge wirken sich tödlicher aus als ein Humor, der außer Kontrolle geraten ist. Viele verlieren den Wettlauf des Lebens durch Frivolität. Paulus geht es darum, uns zu warnen. Er sagt schlicht, dass Christen sich nicht durch Witzeerzählen und dummes Gerede auszeichnen sollten, sondern durch Dankbarkeit. Es ist bemerkenswert, dass der Apostel Leichtfertigkeit mit Unreinheit, Lüsternheit und Götzendienst in eine Reihe stellt. Nun ist offensichtlich das Gefallenhaben an Humor nichts Böses an sich. Als Gott den Menschen schuf, baute Er ihm den Sinn für Humor mit ein, und jeder normale Mensch besitzt diese Gabe, wenigstens in gewissem Grade. Die Quelle des Humors ist die Fähigkeit, etwas Ungereimtes als solches zu erkennen. Humor ist eine Sache – aber Frivolität ist etwas ganz anderes. Dass man einen Geist kultiviert, der nichts mehr ernst nehmen kann, ist einer der großen Flüche, die auf unserer Gesellschaft liegen, und in den Gemeinden hat er vielen geistlichen Segen verhindert, der sonst auf sie gekommen wäre. Wir alle kennen solche Leute, die nicht ernsthaft werden wollen. Alles ist für sie ein Grund zum Lachen und für eine ulkige Bemerkung. Das ist schon in der Welt schlimm genug, aber unter Christen ist es völlig inakzeptabel. Ich erkenne in Trübsinn keinen Wert, und keinen Schaden, wenn fröhlich gelacht wird. Mir geht es um die tiefe Ernsthaftigkeit, die uns in das Lebensgefühl des Sohnes des Menschen und der Propheten und Apostel versetzt, damit wir dadurch auch an der moralischen Glückseligkeit teilhaben, die ein Bestandteil des geistlichen Lebens ist.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Christliches »Schrumpfen«

Warum sollten wir in unseren christlichen Kreisen an der Vorstellung festhalten, dass Neubekehrte schon bald ihren ersten Eifer verlieren und in ein Leben voll einförmiger religiöser Routine abdriften? Es beunruhigt mich, dass sich manche Christen damit zufrieden geben, unter der Überschrift zu leben: »Banales Mittelmaß.«

Was geschieht? Kann es sein, dass sich jener Mensch, der sich voll Freude bekehrt hatte, so sehr in seine Erfahrung verliebt, dass er seine Augen nicht mehr auf den Herrn richtet?

Nur dann, wenn man gefesselt ist von Gott, kann man bleibend geistlich brennen, denn nur Gott kann immer wieder geistlich Neues schenken. In Gott ist jeder Augenblick neu, und nichts veraltet. Religiöse Dinge können uns ermüden, und selbst das Gebet kann langweilig werden, doch Gott niemals!

Liebe Brüder und Schwestern, nichts kann den süßen Geschmack unserer ersten Glaubenserfahrung für uns bewahren außer dies, dass wir von Gott selbst erfüllt sind! Lasst den Neubekehrten wissen, dass er, wenn er wachsen statt schrumpfen will, seine Tage und Nächte in der Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott verbringen muss!


Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Seid nun Gottes Nachfolger, als die lieben Kinder

Kinder sind meist ihrem Vater ähnlich; es zeigt sich bei dem einen oder anderen oft ein so auffallender Familienzug, dass der zufällige Beobachter unwillkürlich ausruft: „Das Ebenbild seines Vaters!“ O dass in einem jeden von uns etwas läge, dass die Menschen an Gott erinnerte!

1. Leget nun von euch ab den alten Menschen

Der alte Mensch ist die Verkörperung aller der Gewohnheiten, der Worte und Taten unsers unwiedergeborenen Zustandes. Der Apostel sagt, das müsse alles sofort und gründlich abgelegt werden. Offenbar muss dies möglich sein, sonst würde es uns nicht befohlen. Die Menschen sprechen oft von einer allmählichen Besserung, und raten das Böse Stück für Stück auszugeben. Gott dagegen will eine ganze Verleugnung des alten Wesens. Dies ist um so notwendiger, als der alte Mensch sich immer mehr durch Lüste in Irrtum verderbt.

2. Erneuert euch im Geist eures Gemüts

Unser Gemüt bedarf der täglichen, stündlichen Berührung mit den Gedanken Gottes, wie sie in der Heiligen Schrift enthalten sind, damit es erneuert werde. Durch unseren Verkehr mit solchen Männern und Frauen, die noch in der Welt leben und nach ihren Grundsätzen und Anschauungen handeln, würde unser neue Mensch sonst unvermeidlich ausarten. Die einzige Quelle täglicher Erneuerung ist die Gemeinschaft mit Gott.

3. Ziehet den neuen Menschen an

Von ihm sagt der Apostel, dass er nach Gott geschaffen sei. Dieses herrliche Kleid hat unser HErr geschaffen, als Er auferstand von den Toten. Der Auferstehungstag war ein Schöpfungstag. Alle Anlagen zu einem heiligen, gottähnlichen Leben hat Er für uns zubereitet, und erwartet nur, dass wir sie uns aneignen. Sobald wir diesen nach Gott geschaffenen Menschen anlegen, werden wir auch Gottes Nachfolger werden, als seine lieben Kinder.