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Predigten zu Hosea 14,3

"Assyrien wird uns nicht retten; auf Rossen wollen wir nicht reiten, und zu dem Machwerk unserer Hände nicht mehr sagen: Unser Gott! denn die Waise findet Erbarmen bei dir."

Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Nehmet diese Worte mit euch und bekehret euch zum Herrn und sprechet: Vergib uns alle Sünde und tue uns wohl."

Welch einen lieblichen Unterricht gibt der Heilige Geist, der durch den Propheten sprach, dem von seinem Gott abgefallenen und ins Unglück geratenen Volk. Es ist wie wenn die Mutter ihrem Kindlein das Gebet vorspricht, oder wie wenn ein Führer den Verirrten bei der Hand nimmt und ihn Schritt für Schritt zum Ort der Sicherheit leitet. - Die Mahnung kann auch einer einzelnen Seele gelten. Gilt sie vielleicht heute dir? Dann lass dich durch diesen ernsten und doch so zarten Ruf führen. Kehre dich zum Herrn! Nimm diese Worte mit, gerade wie sie hier stehen und flehe: Vergib mir alle Sünde! Das Erste, wonach die kranke Seele lechzt, ist: Vergebung. Wer eine schwere Last trägt, sehnt sich nach Befreiung! Tue mir wohl! ruft er dem Helfer entgegen.

So ging es dem wackern Pilgrim Christ, als er sich aufmachte auf die Reise zur hochgebauten Stadt. Wie eine unerträgliche Bürde drückten ihn seine Sünden. Da kam er an das Kreuz, und siehe, die Last löste sich von seinen Schultern und versank in Christi Grab. Und Christ sprang auf vor Freuden und jauchzte: Er hat mir Ruhe gegeben durch sein Leiden und Leben durch seinen Tod.

Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt, Ob Stürme auch drohen von fern, Mein Herze im Glauben doch allezeit singt: Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn!