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Predigten zu Jakobus 1,25

"Wer aber in das vollkommene Gesetz, das der Freiheit, nahe hineingeschaut hat und darin bleibt, indem er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, dieser wird glückselig sein in seinem Tun."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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"Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein"

Gott segnet dich, wenn du Seinem Wort gehorchst.

In Jakobus 1,21-24 werden Hörer und Täter des Wortes einander gegenübergestellt. Hörer reagieren weder auf die Schrift, noch gewinnen sie etwas aus ihren Wahrheiten, selbst wenn sie eifrig darin forschen. Täter empfangen das Wort in Demut und gehorchen seinen Befehlen. Jakobus 1,25 fügt hinzu, dass sie "gesegnet" in ihrem Tun sind. Das heißt: Im Akt des Gehorsams selbst liegt Segen.

Jakobus nennt hier die Heilige Schrift "das Gesetz der Freiheit". Es ist "Gesetz", weil es Gottes verpflichtender Verhaltenskodex ist. Gnade hebt nicht Gottes Moralgesetz auf; aber sie gibt uns die geistlichen Hilfsquellen, um diesem Gesetz zu entsprechen und Vergebung, wenn wir versagt haben. Auf diese Weise erfüllt der Herr selbst das Gesetz in uns (Mt. 5,17).

Die Schrift ist "das vollkommene Gesetz", weil sie vollständig, umfassend, verstehbar und fehlerlos ist. Durch sie begegnet Gott jeder Not und erfüllt alle Bedürfnisse des menschlichen Herzens. Darüber hinaus ist sie "das Gesetz der Freiheit". Das mag paradox erscheinen, weil wir Gesetz und Freiheit für Gegensätze halten. Aber wenn du das Wort intensiv untersuchst, befähigt dich der Heilige Geist, die biblischen Grundsätze auf dein Leben anzuwenden; dadurch befreit Er dich von aller Schuld und von den Fesseln der Sünde und versetzt dich in die Lage, zu Gottes Ehre zu leben. Das ist wahre Freiheit!

Mit "hineingeschaut" wird ein griechisches Wort wiedergegeben, das "beiseitebücken" bedeutet, also weg von anderem, intensiv und sorgfältig prüfen. Das zeigt Demut und den Wunsch an, klar zu sehen, was die Schrift über deinen persönlichen geistlichen Zustand zu sagen hat. Das bezieht sich sowohl auf die Einstellung als auch auf das Tun.

Wenn du deine Bibel liest, dann tu es stets, indem du dabei betest: "Herr, wenn ich mit aller Kraft Dein Wort verstehen möchte, dann offenbare mir die Dinge in meinem Leben, die geändert werden müssen. Und gib mir die Gnade, sie auch tatsächlich zu ändern, damit ich mehr zu Deiner Ehre lebe."


Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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Täter des Wortes sind beständig Lernende.

"Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein"

Der Ausdruck "dabeibleiben" in Jakobus 1,25 verdient unsere eingehende Betrachtung. Dabeibleiben kann auch "sich dranhalten", "ausharren" und "fortfahren" bedeuten. Der Gedanke ist: Der Täter des Wortes hält seinen Blick beständig auf das vollkommene Gottesgesetz gerichtet. Mit anderen Worten: Er ist ein beständig Lernender.

Wenn du dich dem Wort Gottes gegenüber so verhältst, wirst du ein brauchbarer Täter - einer, der mit Gottes Willen übereinstimmt und diesem mehr als allem anderen gehorchen will. Wenn du das tust, will Gott dich segnen. Das bedeutet nicht notwendigerweise, in der Welt für erfolgreich gehalten zu werden, doch sind dann deine Prioritäten und deine Perspektiven die richtigen und Gott wird dein Handeln wertschätzen.

Dieser Vers ist ein Aufruf, dich sorgfältig im Lichte der göttlichen Maßstäbe zu prüfen. Das ist in unserer Gesellschaft höchst unbeliebt; denn viele Menschen haben starke Abneigungen gegen ernste geistliche Betrachtungen und Selbstprüfungen. Ich glaube, dass darum christliches Fernsehen, Musik und andere Unterhaltungsformen so beliebt sind. Der Wirklichkeit durch Unterhaltung zu entrinnen, ist den meisten Leuten weit attraktiver als die Betrachtung des göttlichen Wortes, das unsere geistlichen Mängel und unsere Schande aufdeckt. Aber wenn du Christus ähnlich werden willst, musst du erkennen, wie du bist und dann alle nötigen Korrekturen vornehmen. Um das tun zu können, hast du dein Leben beständig im Licht der Schrift zu prüfen.

Kannst du auch nur ahnen, wie die Kirche aussähe, wenn alle Christen das täten? Kannst du dir vorstellen, wie anders dein Leben wäre, wenn du dies weniger lückenhaft tätest? Nur der Heilige Geist kann dich befähigen, ein Täter des Wortes zu sein. So halte dich an Seine Leitung in Gebet und Buße, während du das Wort studierst und es auf dich anwendest.