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Predigten zu Jakobus 2,17

"Also ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, an sich selbst tot."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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Toter Glaube ist heuchlerisch, leer und nutzlos.

"Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Kann etwa der Glaube ihn erretten? Wenn aber ein Bruder oder eine Schwester dürftig gekleidet ist und der täglichen Nahrung entbehrt, aber jemand unter euch spricht zu ihnen: 'Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!', ihr gebt ihnen aber nicht das für den Leib Notwendige, was nützt es? So ist der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot"

Der Herr Jesus hat gesagt: "So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen" (Mt. 5,16). Deine guten Werke erleuchten den Weg zu Gott, indem sie Seine Macht und Gnade auf andere reflektieren. Das bringt Ihm Ehre und erweist deinen Glauben als echt.

Deine Taten dienen als Grundlage göttlichen Gerichts. Wenn du Gerechtigkeit übst, wirst du ewiges Leben empfangen; wenn du ungerecht handelst, wird dir "Zorn und Grimm" zuteil (Röm. 2,6-8). Gott wird dich aufgrund deiner Taten richten; denn diese offenbaren, was du wirklich bist und was du wirklich glaubst. Daher ist jeder sogenannte Glaube, der keine guten Taten hervorbringt, tot und ganz und gar wertlos!

Jakobus illustriert das sehr praktisch. Wenn jemand nicht das Lebensnotwendige hat und zu dir um Hilfe kommt, was nützt es ihm, wenn du ihm nur alles Gute wünschst und ihn wegschickst, ohne ihm geholfen zu haben? Gar nichts! Deine frommen Worte sind Heuchelei und bar jeden Inhalts. Wünschtest du ihm wirklich Gutes, tätest du, was in deinen Kräften steht, um ihm auszuhelfen. Deine Unwilligkeit zum Tun verrät dein wahres Gefühl. Genauso ist toter Glaube heuchlerisch, leer und nutzlos, weil er seinen Worten keine Taten folgen lässt; er hat eben keine göttliche Kraft dafür in sich.

Ich bete dafür, dass dein Leben stets wahren Glauben offenbaren wird und dass andere Gott wegen deiner guten Werke verherrlichen.


Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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DAS BUSSFERTIGE LEBEN

W enn du dich von deinen Sünden getrennt und dich Gott und seiner Gerechtigkeit zugewandt hast, dann wird sich dein Leben verändern. Das Thema des ersten Johannesbriefs lautet: Wer wirklich zu den Erlösten zählt, wird anhand eines eindeutig veränderten Lebens klar erkennbar. „Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollendet. Hieran erkennen wir, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist“ (1Jo 2,5-6).

Wer behauptet, Buße und ein bußfertiges Leben seien keine notwendigen Bestandteile der guten Botschaft, der redet von einem anderen Evangelium, und nicht von dem, welches Jesus predigte. Solch ein Evangelium der Selbstzufriedenheit und Selbstgerechtigkeit ist von der Welt, aber bestimmt nicht von Gott.


Autor: Hermann Friedrich Kohlbrügge (* 15.08.1803; † 05.03.1875) niederländischer reformierter Theologe

Es bleibt eine ewige Wahrheit, dass der Glaube, wenn er keine Werke hat, an ihm selber tot ist; denn ich wüsste wahrlich nicht, was das für ein Glaube wäre, welcher, wo die Güter dieser Welt zur Hand sind, dem armen Bruder oder der armen Schwester sagen könnte: Gott berate euch, wärmet euch, sättigt euch, ohne ihnen zu geben, was des Leibes Notdurft ist. Es bleibt eine ewige Wahrheit, welche der Apostel Jakobus ausgesprochen, dass der Mensch aus Werken gerecht wird, und gewiss nicht aus dem Glauben allein. Man fühlt es den Worten des Apostel Jakobus ab, dass das unter den Christen um sich greifende Geschwätz vom Glauben nicht im entferntesten der Glaube ist, wie die Apostel denselben gepredigt. Aber darum macht der Glaube die Werke nicht, sondern der Glaube ist Werk, das ist: der Glaube ist das einzige Werk, welches Gott gefällt, und schließt jedes andere Werk, schließt alles, was der Mensch in seiner Hand haben will, aus; denn der Glaube ist ein Hinschwinden vor Gott, ein Anerkennen, dass gar nichts mit unsrer Macht getan ist, sondern dass alles lediglich bei Gott und in seiner Macht und Wahrheit beruht; der Glaube ist also ein Sich-unterwerfen dem Worte, einem jeglichen Worte, das aus dem Munde Gottes geht; und wie dieses Wort, diese Gnade einen bei allem Versinken festhält, so tut auch dieses Wort, diese Gnade das Werk, das sie getan haben will.

Die Werk' kommen gewisslich her
aus einem rechten Glauben,
denn das nicht rechter Glaube wär,
wolltst ihn der Werk berauben.
Doch macht allein der Glaub' gerecht,
die Werke sind des Nächsten Knecht,
dran wir den Glauben merken.


Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Der Glaube, wenn er nicht Werke tut, ist tot."

Immer wieder reden wir vom Glauben . Wir müssen es auch tun; denn der Glaube ist das einzige Mittel, durch das wir mit Gott verkehren und seine Gaben in Empfang nehmen können. Aber eben deshalb ist es von so großer Wichtigkeit, dass der Glaube, den wir haben oder zu haben meinen, rechter Art sei.

Der Glaube ohne Werke ist tot, das heißt: es ist gar kein Glaube. Der Glaube, der unsere Seelen rettet und sie mit Gott verbindet, ist einer, der durch die Liebe tätig ist (Gal. 5, 6). Jakobus und Paulus ergänzen sich vortrefflich.

Das ist ganz einleuchtend. Gott ist die Liebe. Der Glaube soll uns mit ihm verbinden, wie eine Wasserleitung mit der Quelle verbunden ist. Wenn nun keine Liebe in uns herein- und aus uns hervorströmt, müssen wir erkennen, dass unsere Leitung versagt. Sie ist tot und wertlos. - Gott ist heilig. Ist unser Glaube echt, so muss sich ein Abglanz von seiner Heiligkeit in uns finden, das Böse strafend, das Gute hervorbringend. Wo das fehlt, ist der Glaube tot und wertlos.

Das Wort soll uns zur Prüfung unseres Glaubensstandes dienen. Nicht ins Gesetz soll es uns führen, wohl aber zu völligerem Glauben. Es handelt sich um Ewigkeitswerte.

Mache den Gedanken bange, Ob das Herz es redlich mein', Ob an Dir die Seele hange, Ob wir scheinen oder sei'n.


Autor: Hermann Bezzel (*18.05.1861; † 08.06.1917) deutscher lutherischer Theologe
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Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber.

Statt dass wir Jakobus anfechten, wollen wir uns der Gemeinschaft aller Gläubigen freuen und dafür danken, dass die Weisheit unseres Gottes in mannigfaltigen Strahlen der Welt sich erzeigt. Wir wollen ihm danken, dass er gegen toten Glaubensbesitz, der als unnützes und unbewuchertes Kapital im Schranke der Erinnerung liegt, mächtig zeugt und unserer Seele zuruft: Erwecke, o Seele, die Gabe des Glaubens, die in dir ist! Er aber, der Gott aller Barmherzigkeit, der uns durch des heiligen Geistes Kraft und Gütigkeit zum Glauben geführt hat, er, der Gott aller Güte und Gnade, erbarme sich unser! Er begrabe und vergebe allen Scheinglauben und allen Wortglauben und alle falsche Glaubenseifrigkeit!