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Predigten zu Josua 2,4

"Das Weib aber nahm die zwei Männer und verbarg sie. Und sie sprach: Allerdings sind die Männer zu mir gekommen, aber ich wußte nicht, woher sie waren;"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Da sandte der König von Jericho zu Rahab; aber sie verbarg die zwei Männer."

Der Glaube der Rahab war ein selbstverleugnender Glaube. Sie wagte ihr Leben für die Kundschafter, denn sie wusste, dass es Gottes Wille war, und darum war sie bereit, für die Kundschafter zu sterben und sich einen Verräter ihres Vaterlandes nennen zu lassen. Hieraus sehen wir, dass Glaube und Selbstverleugnung, wie Zwillinge, miteinander verbunden sind. Wiewohl sie eine große Sünderin war, so wollte sie doch sich selbst verleugnen. Sie dachte und handelte und verleugnete sich selbst, wie jene Frau im Neuen Testament, die auch eine Sünderin war und die, um den Herrn zu ehren, ein Glas köstlichen Nardenwassers brachte und es auf sein Haupt ausgoss.

Der Glaube, der keine Selbstverleugnung kennt, ist kein wahrer Glaube. Ein Amerikaner sagte einmal: "Ich habe eine gute Religion; sie kostet mich im Jahr nur einen Heller, und doch glaube ich, ich bin gerade so fromm wie andere Menschen."Ja,"sagte ein anderer, der dies hörte,"Gott erbarme sich deiner Seele; denn wenn du wahrhaftig gerettet wärst, so würest du dich nicht mit einem einzigen Heller im Jahr zufrieden geben."

Gewiss, wer nichts für Christus und seine Sache gibt, wer sich nicht für Ihn selbst verleugnet, der hat Ihn noch nicht recht erkannt, hat auch sein Leben nicht in sich, dem fehlt es noch am lebendigen, aus Gott geborenen Glauben.