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Predigten zu Lukas 19,34

"Sie aber sprachen: Der Herr bedarf seiner."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Sie sprachen: „Der HErr bedarf sein

O, könnte ich dich dies von mir sagen hören, du hochgelobter HErr! Hier, an der Wegscheide stehe ich schon lange und warte auf einen, der Sehnsucht meiner Seele entsprechenden Lebenszweck, der meine Kräfte ganz in Anspruch nähme. Du bedarfst vielerlei und vieler bei deinem großen Erlösungswerk. Du benützest das Boot, das dich über den See führt; das Netz, um Fische zu fangen; die Brote und die Fische. um die Menge zu speisen; die Körbe um die übrigen Brocken zu sammeln; das kleine Kindlein als Text zu deiner Predigt; den Kot für des Blinden Augen; die liebevollen Frauen, die dir mit ihrer Habe dienten; die Apostel, dass sie das Evangelium ausbreiten. Kannst du nicht ein Plätzchen finden für mich?

1. Du verlangst ungeteilte Hingabe

Geboren von einer Jungfrau, in ein Grab gelegt, da niemand anders je gelegen war, musst du auch ein Füllen haben, auf dem niemand zuvor geritten ist. Ich kann dir nicht ein Herz geben, das nie einem anderen gehört hätte; aber ich gelobe dir jetzt, dass niemand mehr es dir streitig machen wird. Nimm du es ganz in Besitz. Dein ist das Reich.

2. Du verlangst Geduld und Demut

Aber du allein kannst diese lehren. Ich habe geduldig gewartet bis auf diese frohe Stunde, und jetzt bin ich befriedigt. Ich suche nicht länger Großes für mich selbst. Mir genügt, nur das zu sein und zu tun, wodurch du verherrlicht werdest.

3. Du verlangst vielleicht nur eine einzige Dienstleistung

Dir mit immer zunehmender Inbrunst zu dienen, wäre meine Freude; aber wenn du meiner nur auf eine kurze Stunde frohen Dienstes bedarfst – wie damals der gottesfürchtige Ananias deiner Gemeinde einen leistete, als er Saulus von Tarsen aufsuchte – so sei es also. Mich darauf vorzubereiten, immer wieder darauf zurückzukommen – diese Befriedigung würde mir des Lebens wert erscheinen.